Kennen Sie Gründe für ein Corporate Blog? Nein? Dabei interessieren doch auch Sie sich bestimmt für andere Unternehmen: Was genau machen die? Wer arbeitet da? Was macht das Unternehmen aus und was geschieht hinter den Kulissen? All das und vieles mehr findet Platz in einem Corporate Blog. Haben Sie noch keins? Dann wird es höchste Zeit! Hier erfahren Sie sieben Gründe für ein Corporate Blog.

Welche Gründe für ein Corporate Blog gibt es?

Ein Corporate Blog, auch Unternehmensblog genannt, ist so gesehen das Tagebuch Ihres Unternehmens. Man kann es auch als Sammelstelle der Inhalte bezeichnen, die Sie in Ihre sozialen Netzwerke streuen möchten. Dabei bleibt es stets ein Kommunikationsinstrument, das die individuellen Marketingziele Ihres Unternehmens stärkt, zum Beispiel Kundenbindung und allgemein Imageförderung.

1. Zentrum der eigenen Inhalte

Warum überhaupt ein Blog, wenn Sie doch auch bei Facebook oder Google+ sein könnten? Ganz einfach: Ein Blog – anders als Social-Media-Plattformen – gehört Ihnen. Sie haben die Kontrolle über das Design, über die Menge und Länge der Inhalte, über Kommentare und mehr. Auch wenn Facebook irgendwann einmal entscheiden sollte, Ihre Facebook-Fanpage zu sperren oder sogar pleite gehen sollte, kann Ihnen das egal sein – Ihr Blog bleibt Ihr Blog. Fünf Gründe für ein Corporate Blog haben wir schon einmal an dieser Stelle gebracht.

Beim Bloggen geht es nicht primär darum, Ihre Marke oder Ihre Produkte in den Vordergrund zu drängeln. Es geht darum, Ihrem Unternehmen ein menschliches Antlitz zu geben und Ihren Lesern zu zeigen, dass bei Ihnen im Hause Mitarbeiter aus Fleisch und Blut arbeiten. Klar können Sie über Ihre neueste Innovation schreiben. Natürlich dürfen Sie Ihre Dienstleistungen nennen. Aber eben nicht nur. Hat es ein tolles Ereignis in Ihrer Belegschaft gegeben? Hat der Auszubildende seine Prüfung bestanden? Oder das zehnjährige Jubiläum steht an? Das alles ist einen Blogeintrag wert, denn es ist authentisch. Hier einige Beispiele für mögliche Inhalte Ihres Blogs:

Neuigkeiten aus dem Unternehmen
Dinge wie Jubiläen, bestandene Prüfungen, ein gewonnener Kunde und noch vieles mehr – so etwas gehört in jedem Fall in Ihr Unternehmensblog. Ihren Lesern wird ein Dazugehörigkeitsgefühl vermittelt – dadurch, dass sie in das Unternehmensgeschehen involviert werden, werden sie zum Teil Ihres Unternehmens. Das bindet sie und steigert die Loyalität.

Produktinformationen
Wenn Ihr Unternehmen spezielle Produkte und Dienstleistungen hat, können Sie die thematisieren. Nehmen wir an, Sie seien Besitzer einer Autowerkstatt und bieten eine besondere Dienstleistung an: »Notfallservice rund um die Uhr!« Beschreiben Sie, wie das ist, wenn Sie nachts um 4 Uhr auf eine Landstraße gerufen werden, um einen Wagen wieder flott zu bekommen. Teilen Sie im Blog-Beitrag Ihre Gedanken: »Es ist vier Uhr nachts. Das Telefon klingelt. Muss das jetzt sein?« Jeder Leser wird sich in Ihre Haut hineinversetzen können. Finden Sie aber stets einen versöhnlichen Abschluss (»Auch wenn ich wenig Schlaf bekommen habe – es ist toll, dass ich dem Kunden habe helfen können.«).

Gastbeiträge
Bei Gastbeiträgen ist es so, dass keiner der üblichen Autoren aus Ihrer Belegschaft schreibt, sondern jemand ganz anderes, der sich trotzdem mit der Materie auskennt. Das mag im ersten Moment seltsam klingen. »Ein Fremder soll für mein Unternehmen schreiben?« Richtig. Aber das ist nichts Schlechtes, sondern sorgt für frischen Wind in Ihrem Unternehmensblog und kann Inhalte thematisieren, mit denen Sie sich bisher nicht tiefergehend auseinandergesetzt haben. Externe Expertise kann so Einzug halten. Gastbeiträge helfen Ihnen zudem, Ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Und zwar, weil Gastbeiträge typischerweise häufiger geteilt werden als »normale« Beiträge – was vom Gastautoren selbst initiiert wird. Neue potenzielle Kunden werden so auf Ihr Unternehmen aufmerksam.

Laut der Corporate-Blog-Studie gibt es Themen, die besonders hohe Interaktionen von Lesern hervorrufen. In diesen Bereichen geschieht statistisch gesehen also am meisten, zum Beispiel das Weiterempfehlen eines Artikels. Aber warum ist Interaktion so wichtig? Weil damit die Reichweite Ihrer Beiträge steigt. Teilt jemand aus Ihrem Blog etwa einen Artikel auf Facebook, so sehen es die Freunde. Klickt ein Freund auf »Gefällt mir« so sehen den Beitrag wiederum seine Freunde. Und das ist es, was Sie letztlich wollen. Die Verbreitung Ihrer Inhalte, die dazu führen, dass Interesse an Ihrem Unternehmen, Ihren Produkten oder Ihren Dienstleistungen geweckt wird.

2. Besucherzahlen steigern

Auch den Traffic können Sie steigern. Traffic umfasst die gesamten Zugriffe auf eine Seite im Internet, also die Leser und (potenziellen) Kunden, die auf Ihre Webseite klicken. Und genau dazu dient Ihr Corporate Blog. Sie haben die Möglichkeit, auf Ihrer Webseite »Social Share Buttons« einzubauen, die die Leser anklicken und mit denen Inhalte in die eigenen sozialen Netzwerke geteilt werden können. Ein kleines Beispiel, wie das aussehen kann:

Große Social Share Buttons am unteren Seitenrand fordern zum Teilen des Contents auf. Wenn Sie sonst keine Gründe für ein Corporate Blog sehen – Reichweite ist auf jeden Fall wichtig.

Große Social Share Buttons am unteren Seitenrand fordern zum Teilen des Contents auf – Screenshot: Oktober 2015

Hier gibt es eine kleine Besonderheit, denn die Buttons der verschiedenen sozialen Netzwerke sind sehr groß zu sehen (am unteren Rand). Sie stechen also direkt ins Auge und reizen dazu, den Artikel zu teilen. Und das lohnt sich: Kurz nachdem wir diese riesigen Buttons eingeführt hatten, konnten wir einen rasanten Anstieg der Social Shares feststellen.

Warum genau diese Knöpfe Traffic auf Ihr Blog bringen ist im Grunde ganz einfach. Derjenige, der es teilt, hat typischerweise ein Umfeld, das ähnliche Interessen wie er selber hat. Wenn also jemand an Ihnen interessiert ist, sind viele seiner Freunde das vermutlich auch. Und so bauen Sie sich Schritt für Schritt eine Leserschaft auf, die irgendwann neue Kunden hervorbringt.

3. Suchmaschinenoptimierung

Am besten schreiben Sie viele verschiedene Artikel! Warum das so ist, hat mit der »Search Engine Optimization« zu tun, der Suchmaschinenoptimierung. Je mehr Artikel Sie schreiben, umso mehr Schlüsselwörter (»Keywords«) ordnen die Suchmaschinen Ihrer Webseite zu. Das kann zu einem höheren Ranking in Suchmaschinen führen. Das heißt, dass Ihr Unternehmensblog weiter oben in Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing angezeigt wird. Ein weiterer extrem wichtiger Punkt ist die Regelmäßigkeit. Ihr Blog muss aktiv sein, Beiträge müssen dazukommen. Passiert das, erkennt Google Ihr Blog als lebendigen Inhalt – und der wird besser gerankt als eine tote Unternehmenswebsite.

4. Einbeziehung Ihrer Mitarbeiter

Sie können Ihre Mitarbeiter vollständig einbeziehen, indem Sie sie für das Unternehmen bloggen lassen. Dabei ist es egal, ob Sie feste oder immer wechselnde Autoren beschäftigen, nur einen oder ein ganzes Redaktionsteam. Für die Leser Ihres Unternehmensblogs ist das der Vielfalt wegen toll, für Ihre Angestellten ebenso, denn die dürfen gegebenenfalls etwas über ihr eigentliches Tätigkeitsfeld hinaus machen – und das motiviert.

5. Freie Gestaltung

Um mal an Punkt 1 anzuknüpfen: Die freie Gestaltung ist wohl das schönste an allen bereits genannten Punkten. Hier kommt so gesehen alles zusammen. Sie dürfen einbeziehen, was Sie wollen. Entscheiden selbst, was und wann Sie bloggen. Wie ein kleines Testgelände. Haben Sie Lust, etwas total Ungewöhnliches auszuprobieren? Dann machen Sie das ruhig. Ihre Zielgruppe könnte genau das mögen. Das einzige Muss an dieser Stelle: beobachten! Augen offen halten, wie Ihre Leser darauf reagieren. Es gibt auch Möglichkeiten ein Unternehmensblog etwas expliziter zu gestalten. Im Laufe der Zeit hat sich eine kleine Typologie verschiedenster Corporate Blogs hervorgetan. Hier ein paar Varianten:

Produkt-Blog
Bei dieser Art Blog spezialisiert sich der Autor speziell auf Produkte eines Sortiments. Und auch hier wiederholt sich ein bereits oben genannter Punkt: die Produktinformationen. Wenn Sie über ein großes Sortiment verfügen, kann eben so ein Blog sehr interessant sein. Allerdings sollten Sie für reichlich Abwechslung sorgen, sonst wird es schnell langweilig.


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Chef-Blog
»Hier kocht der Chef persönlich!« Das Qualitätsversprechen aus der Gastronomie funktioniert auch in Blogs. Informationen aus der höchsten Ebene können für Ihre Leser sehr spannend sein. Hier geht es um Ihr persönliches Fachwissen und allgemein darum, als Chef etwas von Ihrem Unternehmen preiszugeben.

Kampagnen-Blog
Beispielsweise haben Sie einen Großauftrag gewonnen. So groß, dass es für Ihre Kundschaft und Leser interessant sein könnte, diesen zu verfolgen. Das erzeugt enorme Spannung und Vorfreude auf das Endergebnis. Im besten Fall handelt es sich um die Entwicklung eines Produkts, von dem die Leser etwas haben. Etwas Innovatives zum Beispiel. An dieser Stelle können Sie Ihrer Kunden sehr gut mit Gewinnspielen beteiligen. Etwa so: »Wie gefällt Euch die bisherige Entwicklung von XY? Schreibt in die Kommentare! Am Tag der Veröffentlichung wird jemand aus den Kommentaren ausgewählt und bekommt XY geschenkt!«

Falls Sie noch gar keine Erfahrungen haben, wie man Blog-Einträge schreibt, dürfen Sie gerne auch hier nachlesen.

6. Zielgruppe besser kennenlernen

Blogs besitzen eine Kommentarfunktion. Die sollten Sie unbedingt nutzen! Hier können Ihre Leser Feedback abgeben oder Fragen stellen. Sie können an dieser Stelle direkt mit Ihren Lesern kommunizieren. Und: aus den Fragen lernen. Vielleicht merken Sie, dass häufiger die gleichen Fragen gestellt werden. Das kann ein Punkt sein, bei dem noch Optimierung am Produkt nötig sein könnte.

7. Identifikation

Insgesamt frischt ein Coporate Blog das Image Ihres Unternehmens auf. Je nachdem, wie viel Sie preisgeben und Ihre Leser und Kunden einbeziehen werden diese sich nach und nach immer wohler fühlen. Im besten Fall fühlen Sie sich integriert und können sich mit Ihrem Unternehmen identifizieren. Sie bauen eine emotionale Verbindung auf und sind überzeugt davon, sich etwas Gutes zu tun, wenn Sie Ihre Produkte oder auch Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

Fazit

Das Corporate Blog ist ein wichtiges Element, wenn es darum geht, mit Ihrer Zielgruppe zu sprechen. Neben den oben genannten Gründe für ein Corporate Blog gilt vor allem eins: Die Qualität der Inhalte, die Sie auf Ihr Unternehmensblog stellen, sollte höchste Priorität besitzen. Denn die Qualität entscheidet letztlich darüber, ob Ihre Kunden weiterhin auf Ihr Unternehmensblog kommen und schließlich etwas kaufen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg! Ach ja: Hinterlassen Sie gerne Ihre Gedanken zum Thema in den Kommentaren. 🙂

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