Als Unternehmen nicht in den sozialen Netzwerken vertreten zu sein ist fatal – Sie verschenken große Reichweite, die Ihrem Unternehmen zugute kommen würde. Bleibt nur noch die Frage, welche Inhalte in den verschiedenen Netzwerken wie Facebook, Twitter & Co. gepostet werden sollen. Bei der Beantwortung dieser Frage hilft eine Faustregel, genauer: die 5-3-2-Regel. Diese Faustregel möchte ich Ihnen hier vorstellen.

Auch wir bei geropflueger.de verwenden diese Faustregel für unsere Kunden. Warum? Weil wir das Potenzial an Reichweite für unsere Kunden bestens ausnutzen möchten. Es gibt allerdings etwas, was noch vorher geschehen muss – das Entwickeln einer Social-Media-Strategie. Was das ist und wie das funktioniert, erfahren Sie hier.

Die 5-3-2-Regel im Social-Media-Marketing – Reichweite sinnvoll nutzen

Die 5-3-2-Regel gilt für so gut wie alle soziale Netzwerke. Natürlich ticken Instagrammer anders als Facebooker. YouTuber erst recht. Und beide Plattformen machen es dem Nutzer auch nicht gerade leicht, sich an unsere Faustregel zu halten. Dennoch lässt sich die Faustregel wunderbar anwenden. Doch worum geht es eigentlich?

Stellen Sie sich eine Schüssel mit zarten Haferflocken vor. Da geben Sie frische Milch hinein und frühstücken. Ganz okay. Aber wollen Sie jeden Morgen genau das essen? Immer nur zarte Haferflocken? Wie wäre es, wenn Sie auch noch Dinkelflocken hinzugäben? Schon besser. Und jetzt noch als dritte Komponente kernige Vollkorn-Haferflocken. Da haben Sie plötzlich drei Komponenten – und das Frühstück ist gleich besser. Aber immer in gleichen Gewichtsanteilen? Natürlich nicht. Die Hälfte des Gewichts machen die zarten Flocken aus, 30 % dann die Vollkorn-Flocken und 20 % der teurere Dinkel. Und dann experimentieren Sie – tauschen Sie doch mal eine der Komponenten ganz aus, zum Beispiel gegen einen Nuss- und Obstmix.

Genau dafür sorgt die 5-3-2-Regel – nur nicht auf dem Frühstückstisch, sondern in Ihren sozialen Netzwerken. Die Regel hilft Ihnen, Ihren Content interessant zu mischen, so dass Ihre Nutzer Ihnen gerne folgen und mit Ihnen interagiert.

Gehen wir für unser Beispiel von einer Anzahl von 10 Beiträgen pro Woche und Netzwerk aus, denn 5, 3 und 2 bezeichnen die Arten der zu postenden Beiträge. (Falls Sie nicht zufällig 10 Beiträge pro Woche und Netzwerk posten, sondern eine andere Anzahl, passen Sie diese einfach im Verhältnis an.)

5 mal Mehrwert durch fremde Inhalte

Die 5 steht für fremde Inhalte, die wir auf unseren eigenen Social-Media-Plattformen teilen, retweeten, repinnen, reposten und wie das alles jeweils netzwerkspezifisch heißen mag. Ja, fremde Inhalte! Immer wieder hören wir »Wie? Fremde Inhalte? Dann mach ich doch aber Werbung für andere Unternehmen!« Ja – und nein. Wenn Sie fremde Inhalte von Blogs, Beiträge aus Facebook, Videos von YouTube usw. teilen, dann machen Sie damit auf dessen Urheber (eventuell einen Mitbewerber) aufmerksam. Gleichzeitig aber demonstrieren Sie, dass Sie über diesem Konkurrenzdenken stehen und an Ihre Fans und Follower denken. Denn Sie greifen Themen auf, die für Ihre Zielgruppe relevant sind. An dieser Stelle schaffen Sie einen echten Mehrwert. Und mal abgesehen davon: Wer stumpf ausschließlich eigene Inhalte postet, der nervt. Erfahrungsgemäß steigt bei fremden Inhalten sogar die Interaktion.

Angenommen, Sie sind Inhaber eines mittelständischen Bauunternehmens aus Lübeck und sehen bei einem Ihrer Kollegen aus Bayern einen Facebook-Post, der ein immer wiederkehrendes Problem bei einer bestimmten Zementsorte thematisiert. Teilen Sie den Beitrag auf Facebook! Erwähnen Sie, wie Ihr Unternehmen mit dem Problem umgeht und beweisen Sie auf diesem Weg Ihre Expertise. Als Unternehmen ist es essentiell, auf Beiträge mit Expertenwissen zu reagieren – das gilt beim Teilen wie auch beim Kommentieren von Beiträgen auf Facebook.

3 eigene Beiträge

Die 3 steht für eigene Beiträge. »Eigene« steht hier nicht dafür, dass Sie sich ein neues Cabriolet gekauft haben und das als Video auf YouTube breittreten. Es geht eher um unternehmensbasierte, gerne auch ab und zu etwas werblich angehauchte Beiträge, die Ihren Kunden Einblick in das Unternehmensgeschehen geben. Das funktioniert durch unterschiedliche Vorgehensweisen:

Unternehmensblog
Warum ein Unternehmen bloggen soll, haben wir bereits hier thematisiert. Ihr Unternehmensblog ist die zentrale Stelle Ihrer eigenen Inhalte. Damit diese auch außerhalb der Website sichtbar sind, verteilen Sie diese in die sozialen Netzwerke Ihres Unternehmens. Das wiederum tun Sie, um Leser Ihrer Blogbeiträge auf Ihre Website zu locken. Falls Sie mal nicht wissen, über was Sie bloggen sollen, haben wir hier eine Hilfestellung vorbereitet.

Lassen Sie Ihre Fans am Unternehmensgeschehen teilhaben
Geben Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht bzw. Gesichter. Zeigen Sie, wer dahinter steckt und bieten Sie Ihren Fans auf diesem Weg Einblick ins Unternehmensgeschehen. Wecken Sie Neugier auf mehr! Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die allerdings eine Erlaubnis der Mitarbeiter voraussetzen, abgelichtet und veröffentlicht zu werden:

  • Machen Sie während Ihrer eigenen Veranstaltungen Fotos, um Ihre Fans und Follower teilhaben zu lassen
  • Starten Sie Live-Videos auf Facebook, um bestimmte Arbeitsschritte zu zeigen
  • Fotografieren Sie Ihre Angestellten bei der Arbeit
  • Lassen Sie ihre Fans und Follower teilhaben, wenn ein Projekt erfolgreich abgeschlossen wird
  • Erwähnen Sie, dass in nächster Zeit ein größeres Projekt ansteht und wecken Sie Neugier
  • Nehmen Sie Videos auf und lassen das Personal ein paar Worte sagen, um dem Unternehmen einen transparenten und menschlichen Charakter zu geben

Wenn eigene Beiträge erst einmal gut bei der Zielgruppe ankommen, warum dann nicht nur eigene Inhalte posten, sondern bloß drei? Das ist ziemlich simpel: Bringen Sie nämlich überwiegend eigene Inhalte in den sozialen Netzwerken, wird es einerseits schnell langweilig, andererseits wirkt das soziale Medium, das ja vom Teilen und Teilhaben lebt, dann wie eine PR-Schleuder.

Produkte und Dienstleistungen
Natürlich dürfen Sie auch Produkte und Dienstleistungen Ihres Unternehmens thematisieren. Machen Sie aber bitte keine plumpe Werbung draus – so etwas wird nicht goutiert. Wenn Sie Werbung machen wollen, dann schalten Sie Werbung – unabhängig von der 5-3-2-Regel. Beinahe jedes Netzwerk bietet Ihnen die Möglichkeit dazu.

2 eher persönliche Beträge

Die 2 steht für persönliche Beiträge, und nein, auch hier findet das Cabriolet keinen Platz. Auch hier spielt das Unternehmen eine Rolle, allerdings weit am Rande. Hier geht es eher darum, persönliche Geschichten, die innerhalb des Unternehmens passieren, einzubringen. Vor einiger Zeit haben wir das hier mit unseren Bürokollegen gebracht:

Schade, leider war ich an diesem Tag nicht da. Ein Eis gab es dennoch. An dieser Stelle einen Gruß an meinen Büronachbarn Tom Ruthemann vom TMR« Text + News-Service!


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Übrigens: Haustiere eignen sich hervorragend, um persönliche Beiträge zu bringen. Egal ob Bürohund, Bürokatze, Bürowellensittich… Wir haben da ein Beispiel der wunderbaren Bürohündin Gwendolyn von Kommunikationsdesign aus dem WELLERSHAUS:

Wenn Sie jetzt noch immer Schwierigkeiten haben, geeignete Inhalte für Ihre Social Networks zu finden: Gerne unterstützen wir Sie und Ihr Team zum Beispiel mit einem Content-Creation-Workshop.

Fazit: Die 5-3-2-Regel im Social-Media-Marketing

Warum der Aufwand? Interaktion! Das ist nämlich das Ziel im Social-Media-Marketing und dementsprechend auch der 5-3-2-Regel. Interaktionen bringen Leben auf die Social-Media-Profile Ihres Unternehmens und genau das benötigen Sie, um erfolgreich im Social Web zu performen.

Fassen wir zusammen: Von 10 Beiträgen im Social Web sollten 5 fremde Inhalte sein, 3 aus Ihrem Unternehmen stammen und 2 persönlicher Natur sein. Die Mischung macht’s – wie bei Ihrem Frühstücksmüsli. Sie brauchen sich nicht sklavisch daran zu halten, schließlich ist es nur eine Faustregel. Dennoch funktioniert sie. Falls Sie mal denken sollten: »Persönliche Beiträge kann ich weglassen« – nein. Gerade das sind die Beiträge, die aus Erfahrungen am besten performen. Einfach, weil Sie einen Einblick gewähren und weil es »menschelt«. Probieren Sie es aus!

Update Januar 2018:
Facebook hat im Januar 2018 eine umfassende Änderung des Facebook Newsfeed Algorithmus bekannt gegeben. Facebook-Seiten können nun nicht mehr wie zuvor mit ihren Fans kommunizieren. Daher ist eine Anpassung der Strategie unabdingbar. Mehr dazu erfahren Sie unter diesem Link.

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