Meine Kunden sind zu großen Teilen kleine und mittlere Unternehmen. Etliche von ihnen führen ein Unternehmensblog – ganz so, wie ich es ihnen immerzu predige. Doch viele haben Schwierigkeiten, ihr Blog regelmäßig zu füllen, denn: »Ich habe gerade keine Zeit zum Bloggen.« Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Unternehmensblog trotz akuten Zeitmangels problemlos am Laufen halten.

1) Über welches Thema soll ich bloggen?

Eine der größten Schwierigkeiten ist für viele das Finden von Themen, über die auf dem Unternehmensblog geschrieben werden kann. Dabei ist das verhältnismäßig einfach: Setzen Sie sich eine Stunde mit einigen Mitarbeitern oder anderen, die das Unternehmen kennen, zusammen und veranstalten Sie ein Brainstorming, um Themen zu finden. Wie das geht, finden Sie bei Wikipedia. Das Ergebnis ist vermutlich eine längere Liste mit Themenvorschlägen, als Sie es zunächst für möglich hielten.

Fragen Sie auch Ihre Kunden und Lieferanten, welche Themen interessant für sie sind. Erkundigen Sie sich in den Abteilungen, welche Fragen ihnen am häufigsten gestellt werden. Beantworten Sie diese Fragen dann im Blog. Ergänzen Sie diese Liste regelmäßig, zum Beispiel einmal im Monat.

Ich selbst lasse mir von meinen Autoren per E-Mail Wochenreports schicken, in denen sie über ihre Tätigkeit für mich berichten. Der letzte Punkt muss dabei stets ein neuer Themenvorschlag für das Blog sein.

2.) Schreiben Sie auf Vorrat!

Wenn das Blog zu verwaisen droht, ist der verantwortliche Blogger typischerweise einer, der alles auf die lange Bank schiebt. »Prokrastinieren« nennt sich das euphemistisch. Aber irgendwann merkt er dann: »Jetzt muss ich dringend für das Blog schreiben« und gerät unter Zeitdruck. Unter Zeitdruck aber schreibt es sich nicht gut.

Dabei gibt es einen einfachen Trick: Wenn Sie pro Woche einen Artikel veröffentlichen wollen, dann sind das nur vier oder fünf im Monat. Pro Blogpost benötigen Sie im Durchschnitt vielleicht eine gute Stunde. Nehmen Sie sich also einen kompletten Tag im Monat aus dem Alltagsgeschäft und schreiben Sie vier bis sechs Artikel am Stück. Interessanterweise gerät man oft in einen Schreibrausch, unter dessen Einfluss das Schreiben viel besser geht. Alternativ geben Sie den Auftrag zum Schreiben der Texte an einen guten Texter.

3.) Aus eins mach zwei

Jetzt haben Sie ein Thema und schreiben und schreiben und schreiben und schreiben und am Ende stellen Sie fest, dass Ihr Beitrag viel zu lang ist. Kein Problem: Splitten Sie ihn auf – machen Sie aus einem sehr langen Beitrag zwei halb so lange. Oder – je nach Länge – drei oder vier. Machen Sie eine ganze Artikelserie daraus, die Sie erst nach und nach veröffentlichen!

4.) Keine Ablenkung zulassen!

Kennen Sie das? Sie fokussieren sich gerade auf eine Aufgabe, da läutet das Telefon. Kaum sind Sie wieder bei der Arbeit, klingelt am Rechner das E-Mail-Programm und verkündet den Eingang angeblich ganz wichtiger neuer Nachrichten. Dann summt Ihr Handy mit einer SMS. Oder ein Kollege steht in der Tür und will irgendwas von Ihnen. Wirklich konzentrierte Arbeit ist so nicht möglich.

Mein Tipp: Gehen Sie weg. Verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz. Sagen Sie niemandem, wo Sie sind, allenfalls wie lange Sie abwesend sein werden. Nehmen Sie Ihren Rechner mit und gehen in den Park. Oder in ein nicht benutztes Besprechungszimmer. Wenn das nicht geht, schließen Sie sich ein. Seien Sie kreativ – Sie finden eine Möglichkeit. Schalten Sie auch das WLAN ab. Und Ihr Mobiltelefon. Sie werden erstaunt sein über Ihre Produktivität.

5.) Planung ist alles

Ich kenne Blogs, da passiert wochenlang nichts, dann besinnt sich der Blogger eines Besseren und stellt zwei Tage in Folge jeweils zwei, drei Artikel ein – gefolgt von wochenlangem Schweigen. Ihre auf Vorrat verfassten Artikel veröffentlichen Sie natürlich nicht gleich auf einen Schlag. Jedes sinnvolle Content Management System, selbstverständlich auch Blog-Software, besitzt eine Planungsfunktion und kann Artikel zeitversetzt online stellen. Wenn Ihr Blog-System das nicht beherrschen sollte, steigen Sie zum Beispiel auf WordPress um.

Es ist OK, wenn auf Ihrem Blog nur ein- oder zweimal im Monat ein neuer Artikel veröffentlicht wird. Aber bitte: Behalten Sie eine gewisse Regelmäßigkeit bei. Zum Beispiel jede zweite Woche am Dienstag Nachmittag. Oder jede Woche dienstags und donnerstags. Mein Tipp: Setzen Sie einen Redaktionskalender ein, um den Überblick zu behalten. Wenn Sie alleine bloggen, reicht ein einfacher Papierkalender an der Wand, auf den Sie mit farbigen Post-its markieren, welcher Beitrag online gehen soll. Wenn Sie ein größeres Team sind, wie wir hier, und WordPress als System benutzen, dann empfehle ich Ihnen CoSchedule als Tool. CoSchedule klinkt sich unmittelbar in WordPress ein und stellt tolle Kollaborationsmöglichkeiten zur Verfügung. Hier haben wir CoSchedule getestet.

Fazit

Früher habe ich selbst munter drauflos gebloggt. Das funktioniert nicht. Ein wenig Disziplin gehört einfach dazu. Wenn Sie diese fünf Tricks beherzigen, wird es Ihnen viel leichter fallen, Ihr Blog regelmäßig mit sinnvollen Inhalten zu füllen. So wie mir.

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