Haben Sie auch schon davon gehört, dass Werbung auf YouTube möglich ist? – Das stimmt. Und wie funktioniert das? – Über das Partnerprogramm Google AdSense. Lesen Sie in diesem Beitrag wie Werbung auf YouTube funktioniert.

Über Google AdSense Werbung auf YouTube schalten

Google ist ein Medienunternehmen und AdSense ein Werbeanzeigensystem – kombiniert ist Google AdSense ein Dienst für Online-Werbung. Hinter Google AdSense verbirgt sich die US-amerikanische Google-Tochtergesellschaft Alphabet Inc., die seit 2003 die Inhalte produziert, die auf fremden Webseiten platziert wird.

Um Werbung auf YouTube auszuspielen ist die erste Voraussetzung ein Google-Konto. Wenn Ihr Unternehmen kein Google-Konto hat, dann registrieren Sie sich hier.

Zunächst müssen zwei Vorgehensweisen für Werbung auf YouTube über Google AdSense unterschieden werden: Das Schalten eigener Werbeinhalte Ihres Unternehmens und das Unterlegen Ihrer YouTube-Videos durch fremde Inhalte.

Eigene Werbe-Videos auf YouTube – TrueView-Videokampagne

Um eigene Werbung auf YouTube zu schalten gibt es zwei Möglichkeiten: In-Stream- oder In-Display-Anzeige. Im Folgenden werden Sie noch mehr darüber erfahren – vorerst ist wichtig, dass Sie sich nahe holen, dass das Werben mit eigenen Inhalten auf YouTube nur in Form von Videos möglich ist.

Das Anlegen einer Videokampagne auf YouTube beinhaltet einige Schritte:

1. Zuerst müssen Sie über den Button »+Kampagnen« unter dem Reiter »Kampagnen« auf »Video« klicken.

2. Kampagne einen Namen geben: Die Benennung der Kampagne dient ausschließlich der Unterscheidung Ihrer privaten YouTube-Ansicht – für den Fall dass mehrere Werbeanzeigen in Frage kommen.

3. Tagesbudget festlegen: Legen Sie kein Tagesbudget fest, so kann es passieren, dass die Kosten ins Unermessliche steigen. Ein Tagesbudget hilft Ihnen als Unternehmen zur Kalkulierung der Gesamtkosten für die gewünschte Werbekampagne.

4.Werbenetzwerke auswählen: Sie als Unternehmen haben die Möglichkeit für Ihre Werbeanzeige festzulegen, ob Ihre Werbeanzeige in der YouTube-Suche und in YouTube-Videos erscheinen darf. Sogar außerhalb von YouTube können Sie die Anzeige anzeigen lassen – in Apps und im Google Displaynetzwerk. Hier erfahren Sie mehr über das Google Displaynetzwerk.

5. Standort festlegen: Um die Zielgruppe Ihrer Werbeanzeige einzugrenzen, haben Sie die Möglichkeit diese über einen ausgewählten Standort einzugrenzen. Das ist ähnlich wie beim Werben mit Instagram und Facebook. Da wir eine Social Media Agentur aus Hannover sind, würden wir den Standort Hannover auswählen. 🙂

6. Sprache der gewünschten Zielgruppe: Durch Auswählen der Sprache Ihrer Zielgruppe grenzen Sie den Kreis an zu erreichenden YouTube-Nutzern zusätzlich ein. Das ist keinesfalls schlecht – lediglich werden dadurch die Kosten der Kampagne gesenkt und die große Masse in eine definierte Gruppe an Menschen eingegrenzt.

7. Video auswählen, wo Ihre Video-Werbekampagne eingeblendet werden soll: Unter diesem Punkt im Kampagnen-Menü auf YouTube kopieren Sie die URL von dem Video, was mit Ihrer Werbeanzeige geschmückt werden soll hinein.

8. Videoanzeigenformat festlegen:

• In-Stream-Anzeige
Die In-Stream-Anzeige ist ein Typ Werbung auf YouTube, die Ihnen sicherlich bekannt ist. Vor einem Video erscheint oftmals ein Vorspann, in der für ein Unternehmen bzw. einer Marke geworben wird. Sie als Rezipient entscheiden, ob Sie diese Preroll-Anzeige überspringen, oder ganz zu Ende sehen wollen. Das »skippen« (Überspringen der Werbung) ist nach fünf Sekunden möglich.

Vorteil: Für Sie als Unternehmen hat das den Vorteil, dass der Nutzer die Entscheidungsfreiheit hat, die Video-Werbeanzeige bis zum Ende anzusehen oder zu überspringen, um zum eigentlichen Video zu gelangen. Das heißt, dass dieser nur weiter guckt, wenn die Werbung anspricht – der Rezipient wirkliches Interesse an Ihrer Videoanzeige hat. Das wiederum hat den Vorteil, dass Ihr Werbebudget nicht sonderlich darunter leidet – denn Kosten per Klick fallen nur an, wenn Nutzer über die überspringbare Zeit hinaus weiter zugucken (ab 00:06 Sekunden).

Nachteil: Auch, wenn die Entscheidungsfreiheit Werbung auf YouTube zu überspringen oder diese weiter anzusehen ein Vorteil ist: YouTube-Nutzer sind oftmals genervt und klicken mit Vorbehalt auf ein Video, um die Videoanzeige sowieso zu überspringen – obgleich interessant oder nicht. Ich selbst kann das nur bestätigen, allerdings ergeht mir das anders bei In-Display-Anzeigen…

• In-Display-Anzeige
In-Display-Anzeigen sind im Vergleich zu In-Stream-Anzeigen weniger aufdringlich, denn diese erscheinen neben YouTube-Videos – sogar in Suchergebnissen, auf Kanälen einer Wiedergabeseite, sowie auf Publisher-Websites im Displaynetzwerk. Das hängt von Ihren persönlichen Einstellungen ab.

Vorteil: YouTube ist neben Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt – genau aus diesem Grund ist das In-Display-Anzeigenformat besonders für Unternehmen im Mittelstand geeignet. Schalten Sie Video-Anzeigen YouTube, die in den Suchergebnissen angezeigt werden, hat das den Vorteil, dass Nutzer sich rasch zu Ihrem YouTube-Kanal verirren. Sie besitzen beispielsweise einen Baumarkt und zeigen in Videos, wie Sie bestimmte Materialien aus dem Sortiment verarbeiten. Sucht ein Nutzer auf bei YouTube »Wie bau ich selbst einen Tisch« ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser beim durchstöbern der Suchergebnisse auf Ihre Werbeanzeige stößt.

Nachteil: Es gibt keinen wirklichen Nachteil. Es sei denn, Sie sind ein Freund der aggressiveren Werbemethode – dann ist diese Art auf YouTube mit eigenen Inhalten zu Werben gegenüber den In-Stream-Anzeigen harmlos.

Werbung auf YouTube: In-Stream und In-Display-Anzeigen im Vergleich
Werbung auf YouTube: In-Stream und In-Display-Anzeigen auf YouTube im Vergleich (Quelle: traffic-builder.com)

Die rot unterlegten Bereiche in der Grafik zeigen, wo Ihre Videoanzeige in YouTube platziert ist.

Wir haben uns Gedanken dazu gemacht, welche Themen für Unternehmen besonders geeignet sind, um diese auf YouTube verfilmt zu bringen. Zur Inspiration für YouTube-Themen hier entlang.

Fremde Werbeinhalte – Monetarisierung

Monetarisieren bedeutet nichts anderes, als das Einblenden von Werbung die auf Ihre Videos gelegt wird. Dabei können Sie zwischen verschiedenen Anzeigeformaten auswählen:


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Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link, den Sie zur Bestätigung klicken müssen (gesetzlich vorgeschriebenes Double-Opt-in-Verfahren). Bitte checken Sie Ihren E-Mail-Eingang und eventuell auch Ihren Spam-Ordner. In der Datenschutzerklärung finden Sie unter Punkt 7 alle Informationen nach Art. 13 DSGVO. Wir bitten um Beachtung!

Displayanzeigen
Displayanzeigen erscheinen rechts neben Ihrem Video, also nicht direkt darin. Ist ein Video auf das größte Format ausgerichtet, ist es möglich, dass Werbeanzeigen aus Platzgründen direkt unter dem Videoplayer eingeblendet werden. Bei standardmäßiger Videogröße sieht die Platzierung einer Displayanzeige so aus:

Werbung auf YouTube: Platzierung einer Displayanzeige
Werbung auf YouTube: Platzierung einer Displayanzeige (Quelle: support.google.com)

Overlay-Anzeigen
Diese Art von Anzeige wird Ihrem Video übergelegt. Es erscheint ein transparenter Banner am untersten Rand im Video. Ungefähr so:

Werbung auf YouTube: Platzierung einer Overlay-Anzeige
Werbung auf YouTube: Platzierung einer Overlay-Anzeige (Quelle: support.google.com)

Überspringbare Videoanzeigen
Überspringbare Videoanzeigen werden gleich zu Anfang eingeblendet. Das ist so gesehen ein Werbespot, der glücklicherweise nach 5 Sekunden übersprungen werden darf, indem Sie auf »Skip Ad« klicken. Dabei reicht die Anzeige über das gesamte Video:

Werbung auf YouTube: Platzierung einer überspringbaren Videoanzeige
Werbung auf YouTube: Platzierung einer überspringbaren Videoanzeige (Quelle: support.google.com)

So verknüpfen Sie Ihren YouTube-Kanal mit Google AdSense

Wenn Sie sich noch nicht mit dem »Dashboard« auf YouTube auskennen, dann hilft Ihnen dieser Artikel.

1.YouTube-Konto bestätigen
Falls Sie Ihr YouTube-Konto noch nicht bestätigt haben, ist das der erste Schritt. Loggen Sie sich auf YouTube ein. Im YouTube Studio ist die Option »Status und Funktionen« zu finden. Neben dem Punkt »Konotstatus« ist ein »Bestätigen«- Button. Nach dem Anklicken werden Sie gebeten Ihr Konto durch eine Handynummer zu bestätige – leider unumgänglich. Nach der Eingabe werden Sie gebeten einen sechstelligen Code einzugeben, der als SMS an Ihre angegebene Handynummer verschickt wird. Eingeben, abschließen. Nun haben Sie ein bestätigtes YouTube-Konto!

2.Monetarisierung aktivieren
Im YouTube Studio befindet sich der Menüpunkt »Mein Kanal« und darunter »Monetarisierung«. Klicken Sie auf »Aktivierung«. Als nächstes werden Sie zur Monetarisierungsvereinabrung weitergeleitet. Nun müssen Sie die Nutzungsbedingungen und Richtlinien von Google zustimmen, indem Sie die verlangten Häckchen setzen. Das Durchlesen ist notwendig, denn mit der Zustimmung schließen Sie einen Vertrag mit Google.

3. Google AdSense Verknüpfung
Gehen Sie wieder zum Menüpunkt »Monetarisierung«. Ihr Kontostatus muss mittlerweile »aktiviert« lauten. Dort finden Sie eine verlinkte URL (blaue Webadresse) mit der Bezeichnung »Wie werde ich bezahlt?«, draufklicken. Unter dem Reiter »Richtlinien & Informationen« gelangen Sie zu der Option »Verknüpfe ein AdSense-Konto«. Sie haben es fast geschafft! Wieder werden Sie in ein neues Fenster geleitet, die die Anmeldung eines Google-Kontos erfordert. Haben Sie bereits eins, können Sie die Anmeldedaten direkt eingeben. Ist das nicht der Fall, haben Sie die Möglichkeit ein neues Google-Konto zu erstellen. Erneut werden Sie gebeten Ihre Handynummer anzugeben – Bestätigungscode eingeben. Sie erhalten eine E-Mail mit einem Aktivierungslink, anklicken – fertig! Sie haben Ihr YouTube-Konto mit dem Konto auf Google AdSense verknüpft. Laut YouTube erfolgt die endgültige Freischaltung Ihres Google AdSense-Konto innerhalb von 24 Stunden.

Fazit: Wie funktioniert Werbung auf YouTube?

YouTube ist zweitgrößte Suchmachine der Welt – das allein ist Grund genug für Ihr Unternehmen auf YouTube zu werben. Vorausgesetzt Sie drehen auch Videos. Zugegeben: AdSense ist nicht der Online-Dienst, der leicht verständlich ist. Wenn Sie den Dreh einmal raushaben, dann kann sich Video-Marketing auf YouTube für Ihr Unternehmen lohnen, denn Sie steigern die Bekanntheit. Haben Sie noch Fragen und Anregungen zur Werbung auf YouTube? Ab damit in die Kommentare. 🙂

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