Da hat er mich herausgefordert, der Rainer Klute. Twitter habe es nicht geschafft, ihm trotz eines Webinars klar zu machen, was Twitter Cards sind. Ob ich das wohl könne? Mal gucken.

Was um alles in der Welt sind Twitter Cards?

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Das also ist die Ausgangsfrage. Was genau also sind Twitter Cards? Ein Zaubertrick, mit dem uns Twitter beglücken will? Oder ein As, das es aus dem Ärmel zieht? Ein Spiel, das der Konzern mit seinen Usern spielt?

Schaut man im Hilfesystem von Twitter nach dem Begriff Twitter Cards, wird man allein gelassen – kein Eintrag vorhanden. Auch im Twitter-Blog – Fehlanzeige. Erst im englischsprachigen Entwicklerbereich wird man fündig. Aber welcher Werbetreibende ist da schon angemeldet? Und selbst wenn – die dortigen Erläuterungen sind eher für technisch denkende und des Englischen mächtige Entwickler gedacht denn für einen Werbetreibenden.

Auch ich fragte mich bei Einführung der Twitter Cards: Wozu soll das gut sein? Wo sind die Spielregeln für die Karten?

Das sind Twitter Cards

Dabei sind Twitter Cards eigentlich ganz simpel – darum verstehe ich nicht, wieso Twitter daraus so ein Staatsgeheimnis macht. Ziehen wir zunächst einmal eine Analogie zu Facebook. Wenn Sie dort einen Link in Ihr Profil oder auf Ihre Fanpage kopieren, zieht Facebook Informationen des Linkziels – zum Beispiel eine Überschrift, einen Textausschnitt und ein Foto – und platziert diese ergänzenden Informationen unter Ihren Beitrag. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Twitter Cards sind im Grunde genommen nichts anderes. Sie ermöglichen es einem Werbetreibenden, die Inhalte eines Tweets anders darzustellen, als das normalerweise möglich ist. Der Twitter-Card-gestützte Tweet sieht anders aus, umfasst ergänzende Informationen, ist länger als 280 Zeichen etc. Sinn und Zweck der Twitter Cards ist, die Reichweite und Interaktionsrate des Tweets durch größere visuelle Attraktivität zu erhöhen. Mehr nicht.

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Somit ist es absolut sinnvoll, auf Twitter Cards zu setzen, denn mehr und mehr werden Tweets in fremde Websites eingebettet und bei Google im Suchindex angezeigt.

Was sind die Voraussetzungen für erweiterte Tweets?

Um Twitter Cards einsetzen zu können, benötigen Sie ein Linkziel – zum Beispiel Ihre Website oder Ihr Blog. Einen »normalen« Tweet aufhübschen geht also nicht.

Auf Ihrer Website müssen, bevor Twitter korrekte Daten ziehen kann, im Quellcode der Seite Vorbereitungen getroffen werden. Informationen dazu finden Sie auf den Entwickler-Seiten von Twitter (Englisch). Für WordPress-Seiten gibt es entsprechende Plugins.

Was für Twitter Cards gibt es?

Derzeit sind vier verschiedene Card-Typen verfügbar (es waren mal deutlich mehr).

1. Summary Card

Die Summary Card beinhaltet einen Titel, eine Beschreibung, ein Thumbnail-Bild, das rechts des Textes steht und die Beschreibung des Twitter-Accounts. Diese Card ist sinnvoll für textlich gehaltvolle Seiten.

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2. Summary Card with Large Image

Die nächste Variante ist inhaltlich mit der Summary Card identisch, zeigt aber ein sehr großes Bild.

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3. App Card

Die App Card ermöglicht es auf Mobilgeräten, direkt aus dem Tweet heraus den jeweiligen App Store aufzurufen und eine App zu installieren. Allerdings funktioniert das nicht auf Desktop-Geräten – sollten Sie diesen Beitrag auf einem Smartphone lesen, sollten Sie unter dem folgenden Tweet eine Aufforderung »Download on the App Store« oder ähnliches lesen können.

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4. Player Card

Mit einer Player Card kann direkt Audio oder Video abgespielt werden. Das finde ich persönlich grässlich, ist aber in der Tat extrem förderlich für die Interaktionsrate.

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Und was ist mit der Photo Card, der Gallery Card und der Product Card? Nun – die gibt es nicht mehr. Twitter hat sie Anfang Juli 2015 eingestampft und mit den beiden Summary-Card-Typen verschmolzen.

Auf meiner Website geropflueger.de – eine WordPress-Seite – habe ich das Plugin JM Twitter Cards installiert. Verlinkt jemand auf seiner Website oder in seinem Blog auf meinen Tweet zum Blogbeitrag Du oder Sie in Social Media, wird der Tweet dank der zugrundeliegenden Twitter Card »Summary Card with Large Image« so dargestellt:

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Fazit zu Twitter Cards

Twitter Cards dienen dazu, Tweets, die auf Websites, Medien oder Apps verlinken, attraktiver wirken zu lassen. Sie sind kein Hexenwerk, erfordern aber etwas Arbeit an der eigenen Website (mit englischer Unterstützung von Twitter). Und ich hoffe, dass Rainer Klute jetzt etwas schlauer ist als zuvor. 🙂

Foto: © jeepbabes – Fotolia.com

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