Der Blog ist der charismatische »beste Freund« der Unternehmens-Website. Er ist derjenige mit dem Unterhaltungsfaktor, er zieht die Aufmerksamkeit an – und stellt dem Leser anschließend seinen ernsten und informativen Gefährten, die Website, vor. Ohne den besten Freund läuft nichts. Damit die Freundschaft funktioniert, sollten Sie bei den ersten Schritten einige Dinge beachten.

Beim Aufsetzen eines Blogs gilt wie bei den meisten Projekten: Hauptsache anfangen. Ich bin ein Fan von WordPress, deshalb werde ich mich auf die ersten Schritte beim Einrichten von WordPress-Blogs fokussieren. Wer ein anderes CMS bevorzugt, etwa Joomla, wird mit den Tipps aber sicher auch etwas anfangen können.

Ein Blog aufsetzen: Das richtige Theme auswählen

WordPress hat, wie die meisten gängigen CMS, unzählige Themes zur Auswahl. Sie unterscheiden sich vor allem in dreierlei Hinsicht: Layout, Funktionalität und Kosten.

Um eine gute Wahl treffen zu können, sollten Sie sich zunächst umfassend mit dem Konzept Ihres Blogs beschäftigen. Und sich folgende Fragen beantworten:

  • Welche Inhalte will ich liefern?
  • In welchem Stil will ich auftreten?
  • Pflege ich den Blog selbst oder übernimmt das eine Agentur?
  • Lege ich auf bestimmte Features besonderen Wert?
  • Weist mein Blog Besonderheiten auf, die ganz spezielle, ungewöhnliche Details vom Layout verlangen?

Wenn Sie das haben, können Sie damit beginnen, durch Themes zu stöbern. Optisch gibt es diese in den verschiedensten Stilrichtungen. Wichtig: Wenn das Theme vor allem als Blog fungieren soll, dann ist für Sie die Beitragsseite besonders interessant, also die Übersichtsseite, die alle Blog-Beiträge auflistet. Diese Seite wird dem Besucher als erstes angezeigt.

Die Funktionsvielfalt reicht von schlicht und simpel bis vielseitig und aufwendig. Die einfachen Varianten eignen sich besonders gut für Einsteiger, die ihren Blog selbst verwalten möchten. Trifft das in Ihrem Fall zu, dann machen Sie nicht den Fehler, trotzdem zu einer komplexen Variante zu greifen! Das wird Sie nur vom Wichtigsten ablenken: dem Inhalt.

Benötigen Sie die üblichen Standardfunktionen und sind auf keine bestimmten optischen oder funktionellen Besonderheiten angewiesen, dann werden Sie unter den zahlreichen kostenfreien Themes fündig. Benötigen Sie spezielle, ungewöhnliche Details oder Features, dann lohnt sich die Anschaffung eines kommerziellen Themes.

Die wichtigsten Informationen und Features anlegen

Das perfekte Theme ist gefunden. Nun gilt es, den Blog mit den wichtigsten Informationen und Features zu versehen. Diese sind:

  • Name des Blogs
  • URL der Beiträge
  • Logo und Favicon
  • Menü
  • Sidebar
  • Footer

Diese Informationen und Features können Sie über das CMS anpassen. Sehr selten kommt es vor, dass Sie für eine einzelne Anpassung in den Code schauen müssen.

Der Name des Blogs ist wichtig sowohl für den Besucher als auch für die Suchmaschinen. Wählen Sie deshalb einen aussagekräftigen und unverwechselbaren Namen, der gleichzeitig kurz, knackig und einprägsam ist. Mit dem Blog-Namen verhält es sich also ganz ähnlich wie mit der Web-Domain.

In den Einstellungen können Sie den Aufbau der URL Ihrer künftigen Blog-Beiträge festlegen. Achten Sie darauf, dass in den URL der Name des Beitrags vorkommt, die URL also nicht etwa kryptisch ist und nur aus Zahlen oder Abkürzungen bestehen.

Laden Sie Ihr Logo und das Favicon hoch. Das Favicon ist das kleine Symbol im Browser-Tab.

Falls Ihr Blog neben den Beiträgen noch weitere Seiten haben soll, dann richten Sie diese ein und fügen Sie sie den entsprechenden Menüs hinzu. Menüs gibt es nicht nur im Header! Auch der Footer kann ein eigenes Menü haben, etwa für die Punkte »Datenschutz« und »Impressum«.

Jetzt geht es weiter mit der Sidebar. Für die Sidebar können Sie über das CMS unterschiedliche Widgets wählen. Klassiker sind z.B. die Suchfunktion, eine Liste der aktuellen Beiträge, ein Archiv, ein Kategorienverzeichnis, Textfelder für Anmerkungen, die von jeder Seite und von jedem Beitrag aus aufrufbar sein sollen.

Im Footer sollten Sie das klassische Copyright einfügen und etwaige voreingestellte Informationen, die nicht zu Ihrem Blog gehören, entfernen.

Die wichtigsten Plugins installieren

Weiter geht es mit den Plugins. Ein WordPress-Theme hat zwar ein paar nützliche Widgets. Aber die schöpfen die Features, die für einen Blog erforderlich sind, noch lange nicht aus. Plugins sind Ergänzungen zum Theme, die kleine, aber wesentliche Zusatzaufgaben übernehmen.

So werden Sie etwa ein Anti-Spam-Plugin brauchen, das darauf achtet, dass die Kommentarfunktion Ihres Blogs nicht für fragwürdige Werbung durch Unbekannte missbraucht wird.

Ein Muss ist ein Plugin für Social-Media-Funktionen. Dieser fügt Ihrem Blog und den einzelnen Beiträgen Buttons zum Liken und Teilen hinzu. Weitere Plugins (Stichwort: Open Graph) ergänzen Ihre Beiträge um Bilder und Beschreibungsfelder, die beim Teilen in den sozialen Netzwerken nützlich sind.

Natürlich geht auch nichts ohne ein SEO-Plugin. Der überprüft Ihren Content auf Optimierungsfehler und gibt Verbesserungstipps.

Ist Ihr Blog international und mehrsprachig, dann bietet sich ein Plugin zum Sprachswitching an.

Und schließlich das gute alte Formular-Plugin. Für Kontaktformulare, Anmeldungen und Fragebögen.

Das Rechtliche nicht vergessen!

Vergessen Sie nicht, Ihren Blog mit einem vollständigen Impressum zu versehen. Pflicht sind außerdem umfassende datenschutzrechtliche Hinweise. Das Rechtliche packen Sie am besten in speziell dafür eingerichtete Unterseiten und die Links dazu gut auffindbar in den Footer, in ein speziell dafür eingerichtetes Menü.

Los geht’s mit dem Inhalt!

Sobald das Grundgerüst steht, können Sie mit dem Inhalt beginnen. Über das CMS können Sie ohne Programmierkenntnisse Seiten anlegen und Beiträge erstellen, sie mit Texten, Überschriften und Bildern versehen, Schlagwörter ergänzen und die Beiträge Kategorien zuordnen.


Sie erhalten darin regelmäßige Updates aus dem Bereich Social Media und Content Marketing sowie gelegentlich Angebote unserer Leistungen – für mehr Erfolg im Social Web!


Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link, den Sie zur Bestätigung klicken müssen (gesetzlich vorgeschriebenes Double-Opt-in-Verfahren). Bitte checken Sie Ihren E-Mail-Eingang und eventuell auch Ihren Spam-Ordner. In der Datenschutzerklärung finden Sie unter Punkt 7 alle Informationen nach Art. 13 DSGVO. Wir bitten um Beachtung!

Inhalte sind ein Thema für sich. Drei Punkte möchte ich Ihnen aber unbedingt auf den Weg geben. Und zwar:

  1. Denken Sie an gute und ausführliche Texte!
  2. Achten Sie auf sprechende Überschriften.
  3. Und vergessen Sie nicht die Beitragsbilder.

Bei einem Blog ist das Zusammenspiel von Technik, Struktur, Layout und Inhalt ganz ähnlich wie bei einer Website. Es ist eine intuitive Reise, ein entspanntes Abenteuer für den Leser. Wie so eine Erkundungstour ablaufen kann, habe ich im H&N Website Special beschrieben.

Keine Angst vor Unterstützung

Zum Erstellen eines einfachen WordPress-Blogs brauchen Sie wenige bis keine Programmierkenntnisse. Trotzdem hat nicht jeder die Muße, sich von Anfang an ganz allein mit der Materie herumzuschlagen. Holen Sie sich im Zweifel Unterstützung. Wenn Sie mit einem freien WordPress-Theme arbeiten, das nur minimal angepasst werden muss, dann wird die Erstellung durch einen Fachmann weder viel Zeit benötigen noch viel Geld kosten.

Die Möglichkeiten sind unterschiedlich. Brauchen Sie nur das Ziel und nicht den Weg, dann können Sie den Blog vollständig an eine Agentur delegieren. Diese richtet ihn technisch ein, pflegt regelmäßig die Inhalte ein und erstellt die Inhalte auf Wunsch sogar selbst. Wollen Sie sich nur die gröbste Technik vom Leibe halten, ansonsten aber selbst übernehmen, dann lassen Sie die Agentur nur den Blog aufsetzen. Die Inhalte können Sie bei WordPress bequem ohne fremde Hilfe über das CMS verwalten.

Sind Sie technisch interessiert, brauchen aber intensivere Hilfe bei den ersten Schritten, dann gibt es auch dafür eine Lösung: Gruppen- oder individuelle Workshops, die Sie von A bis Z über die Einrichtung Ihres neuen WordPress-Blogs leiten.

Rechtstexte zum Impressum und Datenschutz können Sie häufig direkt bei den Internetagenturen erhalten. Risikofreudige Blogger können auch entsprechende Online-Dienste nutzen. In komplexen Fällen, z.B. in regulierten Branchen oder bei extensiver Datennutzung, lohnt es sich, beim Rechtsanwalt nachzufragen.

Fazit: Ein Blog selbst aufsetzen

Hauptsache anfangen! Wählen Sie ein Theme aus, das zum Stil, den Inhalten und den Besonderheiten Ihres Blogs passt. Versorgen Sie es mit den wichtigsten Informationen und Features und ergänzen Sie es durch praktische Plugins. Impressum und Datenschutzhinweise auf Unterseiten verteilen, Links dazu in den Footer stellen – und fertig ist das Grundgerüst! Nun kann es losgehen mit dem Wichtigsten – dem Inhalt. Und dazu finden sich hier bei geropflueger.de noch viele wertvolle Hinweise.

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