Vor einiger Zeit verrieten wir Ihnen, warum es sinnvoll ist, mit Ihrem Unternehmen auf YouTube zu sein. Doch auch YouTube-Konkurrent Vimeo hat seine Vorzüge. Wir haben uns beide Videoportale genauer angeschaut, um den Unterschied zwischen YouTube und Vimeo herauszufinden.

Wenn Sie viele Interaktionen haben möchten – YouTube

Chance auf mehr Abonnenten bei YouTube

Insgesamt gibt es erheblich mehr YouTube- als Vimeo-Nutzer. Und die Nutzerschaft wächst ständig. Laut Statista lag die Nutzerzahl von YouTube im 1. Quartal 2015 13 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Auch die Reichweite spricht eindeutig für YouTube und gegen Vimeo:

YouTube und Vimeo im Vergleich
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Was allerdings für Vimeo spricht ist, dass Sie sich als Unternehmen gegen deutlich weniger Konkurrenten durchsetzen müssen als bei YouTube.

Erfolgreiches Video-Marketing machen Sie, wenn Ihre Abonnenten einen Nutzen aus Ihren Videos ziehen. Ist das der Fall, so erreichen Sie durch Ihre Videos Interaktionen. Abonnenten sind übrigens diejenigen, die Ihren Kanal auf YouTube verfolgen und in der Übersicht die aktuellsten Videos Ihres Unternehmens sehen. Wenn Sie wissen möchten, wie Sie besonders viele Interaktionen auf Ihre Videos auf YouTube bekommen, dann lesen Sie hier nach.

Monetarisierung von Videos auf YouTube

Monetarisieren bedeutet, dass Sie Ihre Videos von Google AdSense mit Werbung unterlegen lassen. Bezahlt werden Sie pro Klick, dabei ist die Auswahl an zu monetarisierenden Videos unbegrenzt. Das hat den Vorteil, dass Sie etwas mit Ihren Videos auf YouTube verdienen können.

Selber Werbung bei YouTube schalten

Sie als Unternehmen haben neben der Monetarisierung die Möglichkeit eigene Werbeinhalte auf YouTube zu schalten, ebenfalls über Google AdSense. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten: In-Stream- oder In-Display-Anzeige.

• In-Stream-Anzeige
Die In-Stream-Anzeige ist ein Typ Werbung auf YouTube, die Ihnen sicherlich bekannt ist. Vor einem Video erscheint oftmals ein Vorspann, in der für ein Unternehmen bzw. einer Marke geworben wird. Sie als Rezipient entscheiden, ob Sie diese Preroll-Anzeige überspringen, oder ganz zu Ende sehen wollen. Das »skippen« (Überspringen der Werbung) ist nach fünf Sekunden möglich.

Vorteil: Für Sie als Unternehmen hat das den Vorteil, dass der Nutzer die Entscheidungsfreiheit hat, die Video-Werbeanzeige bis zum Ende anzusehen oder zu überspringen, um zum eigentlichen Video zu gelangen. Das heißt, dass dieser nur weiter guckt, wenn die Werbung anspricht – der Rezipient wirkliches Interesse an Ihrer Videoanzeige hat. Das wiederum hat den Vorteil, dass Ihr Werbebudget nicht sonderlich darunter leidet – denn Kosten per Klick fallen nur an, wenn Nutzer über die überspringbare Zeit hinaus weiter zugucken (ab 00:06 Sekunden).

Nachteil: Auch, wenn die Entscheidungsfreiheit Werbung auf YouTube zu überspringen oder diese weiter anzusehen ein Vorteil ist: YouTube-Nutzer sind oftmals genervt und klicken mit Vorbehalt auf ein Video, um die Videoanzeige sowieso zu überspringen – obgleich interessant oder nicht. Ich selbst kann das nur bestätigen, allerdings ergeht mir das anders bei In-Display-Anzeigen…

• In-Display-Anzeige
In-Display-Anzeigen sind im Vergleich zu In-Stream-Anzeigen weniger aufdringlich, denn diese erscheinen neben YouTube-Videos – sogar in Suchergebnissen, auf Kanälen einer Wiedergabeseite, sowie auf Publisher-Websites im Displaynetzwerk. Das hängt von Ihren persönlichen Einstellungen ab.

Vorteil: YouTube ist neben Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt – genau aus diesem Grund ist das In-Display-Anzeigenformat besonders für Unternehmen im Mittelstand geeignet. Schalten Sie Video-Anzeigen YouTube, die in den Suchergebnissen angezeigt werden, hat das den Vorteil, dass Nutzer sich rasch zu Ihrem YouTube-Kanal verirren. Sie besitzen beispielsweise einen Baumarkt und zeigen in Videos, wie Sie bestimmte Materialien aus dem Sortiment verarbeiten. Sucht ein Nutzer auf bei YouTube »Wie bau ich selbst einen Tisch« ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser beim durchstöbern der Suchergebnisse auf Ihre Werbeanzeige stößt.

Nachteil: Es gibt keinen wirklichen Nachteil. Es sei denn, Sie sind ein Freund der aggressiveren Werbemethode – dann ist diese Art auf YouTube mit eigenen Inhalten zu Werben gegenüber den In-Stream-Anzeigen harmlos.

Werbung auf YouTube: In-Stream und In-Display-Anzeigen im Vergleich

Werbung auf YouTube: In-Stream und In-Display-Anzeigen auf YouTube im Vergleich (Quelle: traffic-builder.com)

Die rot unterlegten Bereiche in der Grafik zeigen, wo Ihre Videoanzeige in YouTube platziert ist.

Übrigens: Egal ob Sie selbst Werbung erzeugen oder welche auf Ihre Videos unterlegen: Ein Google-Konto ist zur Registrierung bei Google AdSense Voraussetzung. Falls Sie nich kein Google-Konto haben, registrieren Sie sich hier.

Riesige Auswahl an Themenbereichen auf YouTube

Als Unternehmen wollen Sie immer auf dem neuesten Stand sein und deshalb haben Sie bestimmt auch schon Geschäftspartner oder Wettbewerber auf YouTube abonniert. Und da tummeln sich noch viel mehr Mittelständler, die Inhalte liefern, die Sie interessieren könnten. Aus unzähligen anderen Bereichen genauso. Egal, was ich jemals bei YouTube eingegeben habe – irgendetwas Sinnvolles habe ich dabei immer gefunden! Auch wenn Sie den Schwerpunkt nicht auf das Video-Marketing über Vimeo oder YouTube legen wollen, ist es durchaus sinnvoll, dort als Unternehmen präsent zu sein. Eventuell produziert Ihr Unternehmen ein Video zu einem Themenbereich, der bisher wenig angetastet wurde und in dem die Nachfrage extrem hoch ist.

Unternehmensfreundlichkeit auf YouTube

Auf YouTube haben Sie Ihr Dashboard, über das Sie alles steuern. Außerdem kann Ihr Unternehmen Playlists erstellen, die Ihre Kunden durch verschiedene Betriebsbereiche führt, beispielsweise die Produktion, die Verwaltung und die Ausbildung.


Sie erhalten darin regelmäßige Updates aus dem Bereich Social Media und Content Marketing sowie gelegentlich Angebote unserer Leistungen – für mehr Erfolg im Social Web!


Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link, den Sie zur Bestätigung klicken müssen (gesetzlich vorgeschriebenes Double-Opt-in-Verfahren). Bitte checken Sie Ihren E-Mail-Eingang und eventuell auch Ihren Spam-Ordner. In der Datenschutzerklärung finden Sie unter Punkt 7 alle Informationen nach Art. 13 DSGVO. Wir bitten um Beachtung!

Wenn Sie professionell im Videobereich tätig sein möchten – Vimeo

Vimeo ist ebenfalls ein Videoportal. Was ich total interessant finde: Der Name »Vimeo« ist ein Anagramm des englischen Wortes »movie« (deutsch: Film): Die Buchstaben sind einfach nur vertauscht, wobei die Betonung auf »meo« liegt, also »mir«. Ein gelungener Bezug, der beschreibt, dass es auf Vimeo vor allem um Eigenkreation geht.

Adaptive Streaming auf Vimeo

Adaptive Streaming bedeutet, dass die Video-Qualität automatisch optimiert wird. Je nach Internetverbindung kann die Streamingqualität bis zu Ultra HD hoch sein. Das ist schon wirklich toll. Kurze Videos sind aber durchaus auch in normaler HD-Qualität sehenswert. Wer sich gerne haarfeine Details in höchster Qualität anschaut, ist also auf Vimeo genau richtig. Denn auf Vimeo liegt der Schwerpunkt eben nicht auf amateurhafter Masse, wie das auf YouTube der Fall ist, sondern eher auf professioneller Klasse.

Keine Werbung auf Vimeo

Ok, der Punkt geht ganz klar an Vimeo – allerdings nur aus der Sicht des Rezipienten, also Ihrer Abonnenten. Videos aufrufen, ohne fünf Sekunden darauf warten zu müssen, bis man den Werbespot wegklicken darf, keine Banner, die einem ins Auge springen. – Toll! Die Kehrseite allerdings ist, dass die Schaltung von Werbung für Ihr Unternehmen nicht möglich ist. Aus Unternehmenssicht geht der Punkt also an an YouTube.

Kostenpflichtige Inhalte anbieten – Vimeo On Demand

Über Vimeo On Demand ist es möglich, kostenpflichtige Inhalte anzubieten. Nur der angemeldete User, der für Ihre Videos bezahlt, darf diese sehen. Für Sie als Unternehmen ist das natürlich gut, denn Sie verdienen daran. Das könnten Schulungen, Präsentationen, Webinare etc. Ihres Unternehmens sein. Allerdings muss der Inhalt, also die Videos die Sie hochladen, von so guter Qualität sein, dass Ihre Zielgruppe bereit dazu ist, diesen Preis zu zahlen. Das bedeutet wiederum mehr Arbeit. Und Zeit, die Sie in Videos investieren müssen, damit die Qualität konstant hoch bleibt.

Fazit: Ist nun YouTube oder Vimeo besser?

Unterschiede zwischen YouTube und Vimeo gibt es einige. Es kommt ganz darauf an, aus welcher Perspektive Sie beide Videoportale betrachten. Einem Unternehmen, das Filme als Marketingmittel nutzt, würde ich in jedem Fall zu YouTube raten. Bieten Sie allerdings Schulungen, Präsentationen und Webinare etc. an, ist die Video On Demand-Option auf Vimeo unvergleichlich sinnvoll, denn dadurch generieren Sie Einnahmen. Setzen Sie hingegen Ihren Fokus auf professionelle Videodienstleistungen, würden sich beide gleichzeitig anbieten.

Welches Videoportal finden Sie denn besser? Schreiben Sie in die Kommentare! 🙂

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