Eine der häufigsten Spam-Verstöße, die bei Twitter vorherrschen, ist die Verwendung mehrerer Konten und der Twitter-Entwicklerplattform, um zu versuchen, die Reichweite bestimmter Tweets künstlich zu verstärken oder aufzublähen. Plattformen wie Buffer, Klout oder Co-Schedule verführen auch ganz einfach dazu. Um es aber klarzustellen: Twitter verbietet jeglichen Versuch, automatisiertes Posten zum Zweck der Verbreitung von Spam zu verwenden. 

Die Automatisierung und die Verwendung mehrerer Konten wurde schon im Januar das erste Mal angegangen – es wurden dazu Änderungen an TweetDeck und der Twitter-API vorgenommen, um die Fähigkeit der Nutzer zu beschränken, koordinierte Aktionen mit mehreren Konten durchzuführen. Identische oder im wesentlichen ähnliche Inhalte dürfen danach nicht gleichzeitig an mehrere Konten gesendet werden. Damit sollte es der entsprechende Dienst es nicht erlauben, mehrere Konten auszuwählen, die er kontrolliert, um ein und den selben Tweet zu veröffentlichen. Dies gilt laut Twitter unabhängig davon, ob die Tweets gleichzeitig auf Twitter veröffentlicht werden oder für die zukünftige Veröffentlichung geplant / in die Warteschlange gestellt werden. Harte Maßnahmen.

Twitter will sich klar gegen Spam wehren

Gleichzeitiges Posten des selben Beitrags auf Twitter gehört jetzt der Vergangenheit an.

Social-Media-Experte Gero Pflüger sieht die Situation etwas differenzierter: „Ich finde das super, weil damit etwas mehr Druck aus der Timeline genommen und Spammern die Arbeit erschwert wird. Gleichzeitig aber finde ich es blöd, weil es legitime Anlässe gibt, dieselbe Meldung auf mehreren Kanälen simultan zu veröffentlichen, etwa im journalistischen Bereich, wo Nachrichten sowohl auf dem allgemeinen Account zum Beispiel einer Zeitung, gleichzeitig aber auch auf ihrem Politik- oder Wirtschafts-Account veröffentlicht werden.“

Twitter selbst zeigt sich in seinem Devolper-Blog jedoch ganz kategorisch: „Als Alternative zum Anzeigen identischen Inhalts können Sie Inhalte aus einem Konto von den anderen Konten, mit denen Sie diesen Beitrag teilen möchten, retweeten. Dies sollte nur von einer kleinen Anzahl von verschiedenen Konten durchgeführt werden, die Sie direkt steuern. Bitte beachten Sie, dass automatisiertes Massenversand, aggressives oder sehr großes automatisiertes Retweeting gemäß den Automatisierungsregeln nicht zulässig ist und möglicherweise Durchsetzungsmaßnahmen unterliegt.“

„Als einzige Ausnahme von dieser Regel dürfen Anwendungen, die Wetter-, Notfall- oder andere öffentliche Bekanntmachungen von allgemeinem Interesse (z. B. Erdbeben- oder Tsunami-Warnungen) übertragen oder teilen, Inhalte über mehrere Konten veröffentlichen, die eine App autorisiert haben“, so Twitter weiter.


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Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link, den Sie zur Bestätigung klicken müssen (gesetzlich vorgeschriebenes Double-Opt-in-Verfahren). Bitte checken Sie Ihren E-Mail-Eingang und eventuell auch Ihren Spam-Ordner. In der Datenschutzerklärung finden Sie unter Punkt 7 alle Informationen nach Art. 13 DSGVO. Wir bitten um Beachtung!

Als einer der ersten Maßnahmen hat der viel genutzte News-Dienst Änderungen an der MultiAccount-Funktionalität von TweetDeck eingeführt um diesen Richtlinien auch ernsthaft Rechnung zu tragen. Nutzer von TweetDeck können jetzt nicht mehr mehrere Accounts auswählen, um dann durch sie gleichzeitig Aktionen wie Tweeting, Retweeting, Liking oder Following durchführen.

Tom Ruthemann ist ein erfahrener Web- und Werbe-Texter aus Hannover. Er schreibt stets ganz zielgruppengerecht und findet »… immer die richtigen Worte«. Mit seinem Unternehmen »TMR« Text + News-Service betreut er etliche kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing.

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