Seine Instagram-Präsenz(en) zu pflegen, kann durchaus aufwändig sein – insbesondere, wenn es mehrere Accounts zu betreuen gibt. Jeder einzelne Beitrag muss schließlich bis dato neu aufgesetzt werden, auch wenn auf verschiedenen Accounts der gleiche Inhalt gepostet werden soll. Das ändert Instagram das nun mit Einführung der „Self Regram“-Funktion, womit die Plattform einigen Nutzern den Alltag erleichtert. Doch wie sinnvoll ist das aus Marketing-Sicht?

Mit dem neuesten Feature erlaubt Instagram es zunächst iOS-Nutzern, ein und dieselben Beiträge auf mehreren Accounts gleichzeitig im Feed zu teilen, wie TechCrunch berichtet. Die Freude beim Scrollen im Feed ständig ein und denselben Posts zu begegnen, hält sich aber natürlich in Grenzen und langweilt Nutzer. Sind künftig also auch die Bildunterschriften exakt gleich, könnte das schnell als Spam empfunden wirken, letztlich User nerven und dazu führen, dass diese eher entfolgen als das Feature zu würdigen. Fürs Marketing sicher nicht sinnvoll und eher kontraproduktiv.

Gero Pflüger, Social-Media-Spezialist aus Hannover kommt dies denn auch ensprechend: »Crossposting war noch nie eine gute Idee. Twitter untersagt das seit Kurzem sogar ganz aktiv und unterbindet entsprechende Funktionen in Drittanbieter-Tools. Aber jetzt kommt Instagram daher und lässt uns denselben Content auf all unseren Kanälen teilen, die dann natürlich am besten auch noch mit unseren Facebook-Seiten verbunden sind, die wiederum alles Gepostete auf Twitter teilen. Das ist vollkommen sinnloser Quatsch und Social Media, wie es nicht sein sollte.«

Lediglich die immer gerne totgesagte Business-Plattform XING ist dabei ganz vorne und löscht jetzt plattformweit Cross-Poster, von denen es dort leider recht viele gibt. Aus Marketing-Sicht eine sehr vernünftiger Ansatz – denn Hand aufs Herz, sind nicht längst die meisten User schwer genervt von immer gleichen Botschaften?

Und auch Tina Bauer, Autorin bei Online-Marketing.de sieht das recht skeptisch: »Content zu kuratieren und auf verschiedenen Kanälen passend für die jeweilige Zielgruppe zu distribuieren, ist eine der Maxime des Social-Media-Marketings. Da gehört es eher zum schlechten Ton, identische Inhalte auf verschiedenen Plattformen zu teilen. Wie sich diese Neuerung nun im Alltag bewährt, bleibt abzuwarten. Es empfiehlt sich in jedem Fall, von der Funktion eher zurückhaltend Gebrauch zu machen. Denn kein Publisher erfreut sein Publikum lange mit lieblosem Abklatsch – auf keiner anderen Social-Plattform ist Qualität wichtiger als auf Instagram. Im Zweifel sortiert der Algorithmus generischen Content aus. Die Gefahr, dass der Feed verwässert allerdings scheint durch die „Self-Regram“-Funktion [so nennt Instagram diese Möglichkeit] größer.«


Sie erhalten darin regelmäßige Updates aus dem Bereich Social Media und Content Marketing sowie gelegentlich Angebote unserer Leistungen – für mehr Erfolg im Social Web!


Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link, den Sie zur Bestätigung klicken müssen (gesetzlich vorgeschriebenes Double-Opt-in-Verfahren). Bitte checken Sie Ihren E-Mail-Eingang und eventuell auch Ihren Spam-Ordner. In der Datenschutzerklärung finden Sie unter Punkt 7 alle Informationen nach Art. 13 DSGVO. Wir bitten um Beachtung!

//Buffer Chat