Wer einen Instagram-Account mit gefaken Interaktionen „aufgebaut“ hat, sollte jetzt einen deutlich Einbruch bei seinen Follower-Zahlen, der Interaktions-Rate und den Interaktionen bei bereits geteilten Inhalten feststellen. Denn Instagram macht Fake-Followern den Garaus – und das ist gut so. Zumal „Fake“ doch wirklich niemanden hilft. Was habe ich als Kontoinhaber, als Werbetreibender von Followern, die es nicht wirklich gibt? Man braucht echte Leads, alles andere ist ehrlicherweise nur Kappes.

Klar kann man darüber diskutieren, warum Instagram erst jetzt in diesem Umfang einschreitet – und sollte das vielleicht auch, denn es ist eine Seuche, die so viele Social-Media-Kanäle betrifft. Man kann aber auch die Frage umdrehen und darüber diskutieren, warum immer noch Fake-Follower gekauft werden, warum Unternehmen es teilweise fördern? Fake-Engagement und Fake-Follower sind nicht durch Instagram entstanden, sondern durch Neid, Gier und den Blick auf schnelles Geld (oder spannende Produktproben…). Schreibt zu recht Jan Firsching bei Futurebiz.

Wobei das so populäre soziale Netzwerk aus dem Hause Facebook noch ganz freundlich vorgeht: Sämtliche Instagram-Accounts, die Fakes erworben haben, erhalten eine noch sehr entgegenkommende Benachrichtigung. „It looks like…“ müsste „wir wissen genau…“ heißen. Die Benachrichtigung dient als letzte Verwarnung und fordert die Accounts auf, die Verbindung zu den Fake-Follower und Engagement-Apps zu trennen. Und trotz netter Worte geht es ins Eingemachte: Im Speziellen geht es nämlich um Apps und Tools, mit denen Fake-Follower und alles andere, was Instagram und speziell dem Influencer Marketing schadet, gekauft werden können. Viele dieser Apps arbeiten mit dem Instagram-Login, um auf das entsprechende Profil zugreifen zu können. Wer hat Zugriff auf die Informationen zu den Logins? Natürlich Instagram und genau hier wird auch eingegriffen. Nachhaken also, wo es weh tut.

Wie erfolgreich die Aktion sein wird, muss sich natürlich erst noch zeigen. Es wird davon abhängen, wie strikt Instagram am Ende wirklich durchgreift und vor allem wie die Branche mit der Entwicklung umgehen wird. Trotzdem, hier der klare Tipp: Wer Analyse-Tools nutzt, sollte die Löschung der Follower und Interaktionen schnell identifizieren können. Wer Fake-Follower gekauft hat, sollte die Warnung von Instagram wirklich ernst nehmen und die Aktionen wie gefordert durchführen. Also, Verbindungen zu den Apps löschen und ein neues Passwort erstellen. Besser ist.

Instagram hat vielleicht schon zu lange zugesehen und hätte früher hart durchgreifen müssen. Darum kann man nur hoffen, dass diese Aktion auch die entsprechende Wirkung zeigt. Am Ende gut für alle, Nutzer, Influencer, Werbetreibende.


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Tom Ruthemann ist ein erfahrener Web- und Werbe-Texter aus Hannover. Er schreibt stets ganz zielgruppengerecht und findet »… immer die richtigen Worte«. Mit seinem Unternehmen »TMR« Text + News-Service betreut er etliche kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing.

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