Ein wunderbarer Streitpunkt bei jedem Networking-Treffen von Menschen die was mit Medien machen: Influencer-Marketing – da hat jeder eine Meinung. Leider geht es allzu oft nur genau darum, faktenreich sind diese Gespräche meist nicht. Das liegt am Thema selbst und daran, dass viele Zahlen und Daten leider am Ende nur recht vage bleiben. Und wenn dann noch ein Controller daneben steht und das berüchtigte, in den Social-Media verachtete Wort „ROI“ ins Spiel bringt, dann ist meist endgültig der Damm gebrochen. Doch was ist eigentlich mit diesem Markt? Aktuelle Untersuchungen deuten darauf hin, dass Influencer-Marketing doch nicht mehr unbegrenztes Wachstum verspricht.

Influencer-Marketing hat nicht gerade den seriösesten Ruf im Digital-Marketing. Während die Disziplin einerseits noch nicht ausdifferenziert ist, haben Influencer in der Vergangenheit nicht selten ihre Statistiken mittels unlauteren Mitteln frisiert, um ihre Kooperationen nicht zu gefährden oder überhaupt welche zu erhalten, schreibt die Plattform OnlineMarketing.de sehr richtig. Wie es gerade um das Influencer Marketing steht, hat InfluencerDB in einem aktuellen Report untersucht und ist dabei auf zum Teil überraschende Ergebnisse gekommen.

Der Wert der Follower-Qualität gibt Auskunft darüber, wie wahrscheinlich die Follower eines Influencers einen Post sehen und mit ihm interagieren werden. Ein hoher Wert bedeutet eine aktive Community, wenige bis keine Fake-Follower und, dass die Follower nicht zu vielen anderen Accounts folgen. Die Like-Follower-Ratio (LFR) stellt die Relation von Likes pro Post und Follower eines Accounts dar und bildet den Durchschnitt ab. Laut InfluencerDB-Daten nimmt dieser Wert im Jahres- und Branchenvergleich stetig weiter ab: Beiträge erzielen damit also in Relation zu den Followern weniger Likes, als es noch im letzten Jahr der Fall war. Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass die Branche allmählich gesättigt und der Hype vorüber ist, so die Analyse von Tina Bauer bei Onlinemarketing.de.

Der erwähnte Bericht von InfluencerDB ergab, dass das Marketing-Engagement von Instagram-Influencern bereits seit 2016 (!) weltweit stetig abnimmt und sich seit Kurzem tatsächlich auf einer Art Plateau befindet. Die durchschnittliche Bindungsrate für gesponserte Posts sank von 4% im ersten Quartal 2016 auf 2,4% im ersten Quartal 2019, während nicht gesponserte Postings im gleichen Zeitraum von 4,5% auf 1,9% sanken. Daher ist es für Werbetreibende wichtiger denn je, Daten zu analysieren, um die besten Einfluss-Faktoren für ihre Kampagnen zu finden.

Mona Hellenkemper, Director of Marketing bei InfluencerDB, fasst das so zusammen: Die Engagement-Raten sind im Laufe der Jahre stetig gesunken und haben kürzlich genau das Plateau erreicht, das Vermarktern nunmehr ein klares Verständnis dafür vermitteln sollte, wie erfolgreich Marketer und ihre Influencer sein können und sollten. Dabei ist es wichtig, immer den Endverbraucher beim Start einer Kampagne zu berücksichtigen. Kurz: Der Erfolg einer Influencer-Marketing-Kampagne ist nicht selbstverständlich und muss immer wieder neu austariert werden.


Sie erhalten darin regelmäßige Updates aus dem Bereich Social Media und Content Marketing sowie gelegentlich Angebote unserer Leistungen – für mehr Erfolg im Social Web!


Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link, den Sie zur Bestätigung klicken müssen (gesetzlich vorgeschriebenes Double-Opt-in-Verfahren). Bitte checken Sie Ihren E-Mail-Eingang und eventuell auch Ihren Spam-Ordner. In der Datenschutzerklärung finden Sie unter Punkt 7 alle Informationen nach Art. 13 DSGVO. Wir bitten um Beachtung!

//Buffer Chat