Eine neuere Untersuchung legt nahe, dass rund die Hälfte der aktiven Accounts auf Facebook reine Fake-Konten sind. Die Hälfte! Da schüttelt sich nicht nur der Nutzer sondern auch die Marketer, die ja gerne Produkte und Dienstleistungen an echte Follower verkaufen möchten. Zwar verkündet die Social-Media-Plattform aus Kalifornien immer wieder beeindruckende Nutzerzahlen – ob diese nun aber tatsächlich der Realität entsprechen, kann zumindest in Frage gestellt werden. Wie es scheint, regieren Fake-Accounts und falsche Follower die Social-Media-Welt.

Dabei geht es nicht nur um den eigenen Ruf, sondern auch um viel Geld: Immerhin ist das börsennotierte Unternehmen als Aktiengesellschaft auf das Wohlwollen der Aktionäre angewiesen. Diese reagieren meist ziemlich schnell und äußerst empfindlich auf solche Anschuldigungen. Facebook geht jetzt juristisch gegen Fake-Accounts vor: Das soziale Netzwerk verklagt nun erstmals Unternehmen und Privatpersonen. Die Spur der Fakes führt dabei nach China, berichtet das t3n-Magazin.

Facebook hatte bereits am 1. März 2019 am US-Bundesgericht gegen vier Unternehmen und drei Privatpersonen Klage eingereicht. Sie sollen mit gefälschten Nutzerkonten, Likes und Followern gehandelt und ihr Angebot auf verschiedenen Plattformen vermarktet haben. Das ist auch bitter nötig, denn Facebook spielt als Werbeplattform weltweit eine herausragende Rolle: Aber das funktioniert natürlich nur dann, wenn die Nutzerzahlen interessant sind und bleiben. Die auf Facebook geschaltete Werbung zeichnet sich ja schließlich durch ihren personalisierten Charakter aus und ist daher für die Werbetreibenden nur dann interessant, wenn sich hinter dem Account auch eine reale Person verbirgt.

Schon im letzten Jahr setzte der US-Riese nach eigenen Angaben mit der Löschung von mehr als 583 Millionen Fake-Accounts ein Zeichen und teilt aktuell mit, auch weiterhin Millionen von Fake-Profilen zu entfernen. Die Zunahme an Fake-Accounts wird auch durch „Dienstleister“ bzw. Agenturen gefördert, die Fake-Accounts verkaufen. Sie betreiben oft mehrere tausend Accounts – und werben damit, als Fake nicht aufzufliegen. Erkannt werden diese tatsächlich eher selten: Das gilt auch für Zweit-Accounts, von denen viele User Gebrauch machen. Insofern sollte man die Zahlen von Facebooks auch durchaus mit etwas Skepsis betrachten.

Doch wichtig ist dieser Ansatz allemal, keine Frage. Anbieter von gefälschten Konten nicht nur von den eigenen Plattformen zu verbannen, sondern nun auch rechtlich dagegen vorzugehen, ist ein bedeutender Schritt im Kampf gegen den Handel mit Fake Accounts. Es könnte einen maßgeblichen Einfluss auf das Social-Media-Marketing der Zukunft haben, so t3n in einem Kommentar. Kann man zweifellos so unterschreiben.

 


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