Eigentlich war es ja schon klar, Facebook wird nicht eine einzige Ecke seines Social-Media-Imperiums auslassen. Werben, wo werben geht. Jetzt also Facebook Story-Anzeigen – oder gut neudeutsch Ads. Die Marketer freut’s, die Portokasse von FB wird auch wieder etwas üppiger gefüllt. Und die User müssen sich dran gewöhnen, dass es Inseln der Glückseligkeit (= werbefreie Ecken des Internets) immer weniger gibt.

Die Facebook-Version von Stories hat einen großen Meilenstein mit 150 Millionen Nutzer täglich erreicht. Laut Facebook ist es also an der Zeit, Anzeigen zu schalten. Klar. Für viele Werbetreibende war das ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis Facebook diese Möglichkeit schafft. Nun ist es endlich soweit und erste Tests mit ausgewählten Marken, darunter auch Facebooks VR-Tochter Oculus, laufen in den USA, Mexiko und in Brasilien, weiß Thomas Hutter auf seinem Experten-Blog zu berichten.

Bei den Anzeigen handelt es sich um 5 bis 15 Sekunden lange Videoclips, die der Nutzer einfach durch Antippen überspringen kann, um zur nächsten Story zu gelangen. Derzeit sind noch keine Call-to-Action Buttons verfügbar, die Nutzer zum Handeln aufforderten. Facebook plant aber, diese Funktion in den kommenden Monaten ebenfalls zu testen. Außerdem sollen detaillierte Performance-Auswertungen von den Stories bald möglich sein, wie man es auch von anderen Story-Formaten (etwa von Instagram oder Snapchat) gewohnt ist.

Der Story-Anzeigen-Test startet zunächst außerhalb Europas – der Zeitpunkt, nachdem auch wir damit versorgt werden, ist vermutlich eher in Wochen als Monaten zu bennnen. Das Story-Format könnte vielleicht in der Zukunft die Antwort auf das Platzproblem im News Feed sein.

Der blaue Social-Media-Riese wird zum Thema Story-Anzeigen demnächst auch detaillierte Performance-Auswertungen zur Verfügung stellen. Daraus lässt sich ableiten, dass Facebook sehr viel in das eigene Story-Format investiert und man davon ausgehem kann, dass diese Darstellung irgendwann in den nächsten Jahren den schwächelnden News Feed einholen wird. Chris Cox, der Chief Product Officer von Facebook, geht davon aus, dass das bereits 2019 der Fall sein wird.


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Inwieweit der Nutzer und eigentliche Story-Ersteller die Entwicklung mögen wird, steht jedoch noch auf einem anderen Blatt. Schließlich möchte niemand, der Zeit in seine Story investiert, dass die Sichtbarkeit durch viele, viele Ads verwässert wird. So lange die Anzeigen zwischen zwei Stories laufen, so wie es Snapchat und Instagram vormachen, könnte die Akzeptanz noch relativ hoch ausfallen. Meine Hand dafür ins Feuer legen würde ich nicht. Denn so eine Struktur ist oft sehr sensibel und reagiert mitunter unvorhersehbar.

Tom Ruthemann ist ein erfahrener Web- und Werbe-Texter aus Hannover. Er schreibt stets ganz zielgruppengerecht und findet »… immer die richtigen Worte«.
Mit seinem Unternehmen »TMR« Text + News-Service betreut er etliche kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing.