Facebook hat vor kurzem in einer Pressemeldung mitgeteilt (Reuters), dass die Vorgaben bei der Platzierung politisch motivierter Anzeigen in bestimmten Regionen der Welt nun noch strikter sein würden als bereits bisher. Politische Werbung war ja spätestens seit den US-Präsidentschaftswahlen 2016 selbst zum Politikum geworden. Kurz: Das Leben der Polit-Marketeers wird zukünftig nicht einfacher.

Als größter Social-Media-Dienst in fast jedem großen Land ist Facebook seit etlichen Jahren ein zentrales Mittel für Politiker wie auch für ihre Gegner geworden, um gefälschte Nachrichten und andere Propaganda zu verbreiten. Die damit verbundene Nutzung von Facebook-Anzeigen hat dabei das Ziel-Publikum für solches Material meist noch mal deutlich erweitert. Jedoch wurde auch rasch klar: Etliche dieser Einflussmöglichkeiten verstoßen nicht nur gegen Wahlregeln des Landes sondern auch die Richtlinien des Social-Media-Riesen.

Auf Druck von Behörden auf der ganzen Welt hatte daraufhin Facebook im vergangenen Jahr mehrere Initiativen gestartet, um die Kontrolle über politische Werbung zu erhöhen. In Ländern wie Nigeria, der Ukraine und auch in der EU setzte Facebook für politische Werbung neue Maßstäbe an. Im Juni 2019 soll dann eine globale Lösung folgen.

Wie kann man sich als Marketer im sozialpolitischen Umfeld die Sache vorstellen? Nun, seit dieser Woche können in Nigeria nur noch Werbetreibende aus dem Land Wahlanzeigen schalten, die eine Vorgehensweise widerspiegelt, die bei einem irischen Referendum im vergangenen Mai vorgestellt wurde, so Katie Harbath, Direktorin für Weltpolitik und Öffentlichkeitsarbeit von Facebook. Und in Indien, das im Frühjahr dieses Jahres sein Parlament wählt, wird Facebook ab nächstem Monat Wahlanzeigen in einer durchsuchbaren Online-Bibliothek platzieren. In dieser können jedwede als politisch eingestufte Ads gefunden und auch ihre Finanzierung kann nachvollzogen werden. Eine Verifizierung der Werbetreibenden ist ebenfalls vonnöten, so berichtet OnlineMarketing.de.

Auch die kommende Europawahl wird natürlich berücksichtigt: Die Europäische Union wird daher vor den Parlamentswahlen im Mai eine eigene Version dieses Genehmigungs- und Transparenz-Systems bekommen. De Social-Media-Riese betont, dass die Regeln je nach Region oder Land differieren können, da sie den entsprechenden Landesgesetzen oder Absprachen mit den Regierungen angepasst werden.

Die Verantwortlichen bei FB versprechen in der Reuters Pressemeldung, dass sie bis Ende Juni über eine ganze Reihe von Tools verfügen werden, die dann für Werbetreibende weltweit gelten. Momentan lehnten sie es jedoch noch ab Details zu nennen und betonen, dass die Erkenntnisse aus den nächsten Monaten dazu beitragen würden, das weltweite Produkt sinnvoll zu gestalten. Daher noch mal: Wer in diesem Segment als Marketer unterwegs ist, sollte die nächsten Monate die Bedingungen ganz besonders sorgfältig prüfen!


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