fbpx

Die Zeiten werden nicht einfacher für den digitalen Menschen – egal, ob digital naiv oder digital native. Der durchschnittliche Smartphone-Nutzer hat mehr als 80 Apps installiert und nutzt davon ca. 40 im Monat aktiv. Da kann es für den einzelnen User sehr unübersichtlich und schwierig werden, den Überblick zu behalten – gar zu erkennen und zu kontrollieren, welcher Anbieter Informationen sammelt oder wofür diese Informationen verwendet werden. Facebook-Daten sind zudem die Währung des vermeintlich kostenlosen Dienstes.

Um mehr Licht auf diesen Datenaustausch zu werfen, führt Facebook eine neue Methode ein: Mit dem Tool »Off-Facebook Activity« kann eine Zusammenfassung der Anwendungen und Websites angezeigt werden, die Informationen über die Aktivität eines Nutzers sendet und bei Bedarf können diese Informationen vom Facebook-Konto gelöscht werden, berichtet dazu Thomas Hutter auf seinem Fachblog. Und der Social-Media-Riese schreibt: „A new tool that gives you more control of your data.“

Bei der Löschung der Off-Facebook Activity werden alle personenbezogenen Daten entfernt, die durch Apps und Websites an Facebook gesendet worden sind. Facebook weiß dadurch nicht, welche Anwendungen und Webseiten besucht oder was auf diesen getan wurde. Dadurch fehlen diese Daten, um zielgerichtete Anzeigen schalten zu können. Das Erstaunliche und sicher auch eine Überraschung für die Marketing-Abteilungen dabei ist: Obwohl dies einen Einfluss auf das Geschäftsergebnis von Facebook haben wird, hat Facebook entschieden, dass der Datenschutz der Facebook-Nutzer ihnen wichtiger ist. Applaus.

Da es sich beim Off-Facebook Activity um ein ganz neues Tool handelt, gab es keine Vorlage dafür und somit konnte es von Grund auf neugestaltet werden. Und so wurde tatsächlich der Input von Datenschutzbeauftragten, Politikern, Werbetreibenden und Branchengruppen eingeholt, um die oben erwähnten Features anbieten zu können. So will das Unternehmen seinen Nutzern letztendlich ein besseres Produkt bieten, obwohl dies vielleicht den eigenen Rollout bei Facebook verzögert. Facebook-Daten sind jetzt also besser im Griff zu halten – auch wenn dies für die Nutzer selbst ein ganzes Stück Arbeit bedeutet. Eine Art Automatisierung ist nicht vorgesehen, jeder Beitrag muss einzeln behandelt werden.

»Das Off-Facebook Activity-Tool zielt darauf ab, den Menschen mehr Transparenz und Kontrolle über ihre eigenen Daten zu geben und so zur Verbesserung ihrer Online-Erfahrung beizutragen«, schreibt Luis Di Como, EVP Global Medi von Unilever dazu. Und lässt dabei erkennen, dass es um Vertrauen beim User geht. Das ist wichtiger als alles andere, selbst mehr als Umsätze, wie es scheint. Zeichen und Wunder.


Sie erhalten darin regelmäßige Updates aus dem Bereich Social Media und Content Marketing sowie gelegentlich Angebote unserer Leistungen – für mehr Erfolg im Social Web!


Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link, den Sie zur Bestätigung klicken müssen (gesetzlich vorgeschriebenes Double-Opt-in-Verfahren). Bitte checken Sie Ihren E-Mail-Eingang und eventuell auch Ihren Spam-Ordner. In der Datenschutzerklärung finden Sie unter Punkt 7 alle Informationen nach Art. 13 DSGVO. Wir bitten um Beachtung!

//Buffer Chat