Das ist bitter für Marketer, die bis jetzt ja immer eine tolle Zielgruppenauswahl bei Facebook vornehmen konnten. Der blaue Riese hat jetzt aus inhaltlich nur wenig durchschaubaren Gründen massiv eingegriffen. Er sperrt nach diversen Missbräuchen (so der offizielle Grund) das Targeting nach Jobtitel, Unternehmen, Universität und Bildung. “Missbräuche”? Interessant, dass jetzt seiten der Plattform Kriterien aufgerufen werden, die bisher nur auf dem deutschen Markt von Relevanz schienen.

Ein Grund war, dass antisemitische Propaganda nach der bisherigen Methode von Nazis direkt verbreitet werden konnte. Schlimm, keine Frage. Ob die Reaktion nun allerdings so radikal ausfallen musste, darf denn aber doch fragen. Schließlich ist das Zielgruppen-Targeting eines der wichtigsten Argumente etwa Facebook-Ads gegenüber Google-Ads zu bevorzugen.

Kampagnen, die mit  entsprechenden Zielgruppen laufebn, werden weiterhin bedient – allerdings ist anzunehmen, dass diese Einstellungen bald nicht mehr greifen werden. Wie sieht die Zukunft aus, müssen wir von einem permanenten Rückschlag bei den Marketing-Aktivitäten ausgehen? Ist die Reduktion der Zielgruppenauswahl dauerhaft?


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Facebook schreibt im Newsbeitrag, dass es eine temporäre Einschränkung bei Zielgruppen-Targeting ist – zunächst solange, bis ein sinnvoller Prozess zur Verhinderung von Missbrauch möglich ist. FB-Experte Thomas Hutter geht davon aus, dass Facebook zügig eine Lösung erarbeiten wird, zu wichtig sind die betroffenen Targeting-Optionen für viele Unternehmen. Wollen wir mal stark hoffen!

Tom Ruthemann ist ein erfahrener Web- und Werbe-Texter aus Hannover. Er schreibt stets ganz zielgruppengerecht und findet »... immer die richtigen Worte«. Mit seinem Unternehmen »TMR« Text + News-Service betreut er etliche kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing.