Twitter kündigte gerade an seine an, den Missbrauch der Plattform weiter zu bekämpfen und die Authentizität seines Netzwerks damit aufrecht zu erhalten. Ganz dramatisch können wir es heute bei Heise Online lesen: „Twitter streicht Millionen gesperrter Konten aus Follower-Zahlen“. Twitter wird tatsächlich noch in dieser Woche damit beginnen, gesperrte Konten aus der Gesamtzahl der Benutzer zu entfernen, was möglicherweise dazu führen könnte, dass diese Zahlen für einige mehr als deutlich sinken. Weniger Twitter-Follower dürfen ein wesentliches Resultat sein.

Ein Account wird „gesperrt“, wenn Twitter eine Art plötzliche verdächtige Aktivität entdeckt, wie z.B. das Twittern einer großen Anzahl von kontextlosen Erwähnungen oder mehrere Links zu falschen Inhalten. Die meisten Nutzer dürften nur eine Handvoll Follower vermissen, so Heise. Bei einigen populären Profilen könnten es aber deutlich mehr werden.

Die Ankündigung erfolgte nach einem aktuellen Bericht der Washington Post, dass Twitter seit etwa Mai jeden Tag etwa eine Million verdächtige Konten sperrt. Klar, dass sich das selbst bei Wenignutzern des populären Nachrichtendienst nach und nach bemerkbar machte und macht. Was niemand gerne sieht, sind doch Twitter-Follower und deren Anzahl für viele Nutzer ein Markenzeichen. Die wenigsten schauen auf die Qualität.

Die meisten dieser Aktivitäten von Twitter – von der weitreichenden Entfernung verdächtiger Konten bis hin zur Eliminierung gesperrter Konten aus der Gesamtzahl der Twitter-Follower – sind Teil der laufenden Bemühungen, die „Gesundheit“ des sozialen Netzwerks zu verbessern. Eine Bemühung, die man nur begrüßen kann – egal ob als Privatnutzer oder als Werbetreibender in eigener Sache. „Tote“ Accounts bringen nicht einen einzigen Interessenten oder Leser.

Zusammen mit anderen Big-Tech-Pendants wie Facebook und Google war Twitter in den vergangenen Monaten unter schweren Beschuss geraten, weil es nicht nur den Plattform-Missbrauch nicht ausreichend bekämpft hatte, sondern auch, weil das Netzwerk von ausländischen Akteuren mit der Verbreitung von falschen und spaltenden Inhalten bewaffnet wurde, um die US-Präsidentschaftswahlen 2016 zu beeinflussen.

Mit diesem neuen und zusätzlichen Schritt wird auch der Handel mit falschen Accounts stärker ins Visier genommen, mit deren Hilfe zum Beispiel einige Prominente und auch Influencer ihre Follower-Zahlen bei Twitter künstlich in die Höhe geschraubt hatten.


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Ob und wie dieser jüngste Schritt von Twitter einen signifikanten, nachhaltigen Einfluss auf die Konstitution des Netzwerks haben wird, bleibt natürlich abzuwarten. „Follower-Counts waren schon immer eine umstrittene Kennzahl“, sagte dazu HubSpotVice-President of Marketing Jon Dick, „aber es nun mal ist die wichtigste Art und Weise, wie Marketer die Reichweite und den Einfluss von jemandem auf Social Media einschätzen.“

Tom Ruthemann ist ein erfahrener Web- und Werbe-Texter aus Hannover. Er schreibt stets ganz zielgruppengerecht und findet »… immer die richtigen Worte«. Mit seinem Unternehmen »TMR« Text + News-Service betreut er etliche kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing.

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