Vom Web-Browser kennen wir es schon – Verlauf löschen, damit die lieben Mitmenschen nicht sehen können, wo man sich wieder rumgetrieben hat im Netz. Jetzt kommt Mark Zuckerberg und will das Gleiche bei Facebook realisieren. Sinnvoll, nützlich oder nur Augenwischerei – das werden sich viele Nutzer (zu Recht) fragen. Zuck sieht es jedenfalls als wichtigen Meilenstein in seiner Privacy-Offensive, woran die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht ganz unschuldig ist.

Beginnen wird der blaue Social-Media-Riese mit dem, wonach viele Leute offenbar gefragt haben: mit allen Informationen, die Nutzer von Websites und Apps sehen sowie Daten von Anzeigen- und Analysetools, die von Facebook verwendet werden. Sobald dieses Update eingeführt ist, können Facebook-User sämtliche Informationen zu den Apps und Websites sehen, mit denen sie interagieren. Das Besondere ist aber, dass nicht nur diese Informationen auf dem Konto löschbar sind (= Browser-Verlauf löschen) – die Nutzer können sogar deaktivieren, dass diese Informationen überhaupt in ihrem Konto gespeichert werden.

Es solches Deaktivieren bedeutet aber auch, ähnlich wie wenn man Cookies in seinem Browser löscht, dass sich die User-Experience deutlich verschlimmert. Möglicherweise müsse man sich erneut bei jeder Webseite oder Gruppe anmelden – und man muss möglicherweise irgendwelche Konfiguration neu erstellen. Das Gleiche wird bei Facebook gelten. Und Zuckerberg sagt dazu deutlich: »Dein Facebook wird nicht so gut sein, wenn es deine Präferenzen erst erneut erstellen muss.«

Da haben wir es auch schon: Den Verlauf löschen, feine Sache, gar Zugriffe ganz unterbinden, auch schön – doch wirklich wollen will das niemand bei Facebook. Stört es doch die Analyse und das Ausspielen von Anzeigen und führt damit zu schlechteren Ergebnissen bei der zielgenauen Platzierung der Ads. Womit die Zweifel mancher Kommentatoren durchaus Substanz bekommt.

Zuckerberg strahlt aber erst einmal Optimismus aus und will Facebook zum Vorbild für Datenschutz machen: »But after going through our systems, this is an example of the kind of control we think you should have. It’s something privacy advocates have been asking for – and we will work with them to make sure we get it right.« Schaunmermal, wie es so schön heißt.


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Tom Ruthemann ist ein erfahrener Web- und Werbe-Texter aus Hannover. Er schreibt stets ganz zielgruppengerecht und findet »… immer die richtigen Worte«.
Mit seinem Unternehmen »TMR« Text + News-Service betreut er etliche kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing.