Am 25. Mai geht die Welt unter … oder auch nicht – so betitelte letztens eine Rechtsanwaltskanzlei ihr Seminar zur Datenschutzgrundverordnung. Und schaffte es tatsächlich sachlich und fachlich die Wogen zu glätten und klar zu machen, was nötig ist und was nicht, dabei praktisch und ohne Panikmache. Denn natürlich wissen wir alle noch nicht so genau, was mit der DSGVO am Ende wird. Große Blase oder großer Wurf? Doch reagieren müssen alle irgendwie. Auch und vor allem die sozialen Medien, die ja sehr persönliche Daten verarbeiten.

Mit Umsetzung der Verordnung müssen diese Unternehmen es den Nutzern unter anderem Erlauben, mit ihren Daten zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Nichts Neues bei Facebook, wo es ja diese Möglichkeit schon seit vielen Jahren gibt. Nun zieht also auch Instagram nach. Das Fachportal allfacebook hat das denn auch gleich mal ausprobiert: Nach einer Bestätigung der Identität über das Instagram Passwort fängt das Netzwerk an die entsprechenden Daten zusammen zu stellen. Dies kann je nach Umfang bis zu 48 Stunden dauern. Bei dem relativ übersichtlichen allfacebook-Account war das Archiv (260 MB) aber schon nach wenigen Minuten fertig. Die versprochene Bestätigungsmail von Instagram erreichte die Autoren leider nicht – ein Reload in den Kontoeinstellungen brachte dann aber die nötige Info.

Der Versuch der Experten brachte dann folgendes Ergebnis: Nach dem Download erhält der Nutzer eine ZIP-Datei mit Informationen aus den Bereichen

  • Kommentare
  • Verbindungen (blockierte Nutzer, offene Follower-Anfragen, Followings)
  • Kontakte
  • Bildern aus den Direktnachrichten
  • Likes (Das sind die Follower)
  • Media (Meta-Informationen zu den einzelnen Feed Posts)
  • Messages (inkl. Mention-Benachrichtigungen)
  • Fotos (in diesem Ordner sind alle Bilder)
  • Profile (Bild und Bio-Text)
  • Suchen (Wonach wurde gesucht)
  • Settings
  • Stories (Alle Story-Dateien seit Einführung des Archivs)
  • Videos

Aktuell gibt es das entsprechende Tool als Teil der DSGVO-Initiative allerdings nur im Desktop-Browser. Für die nächsten Tage hat Instagram aber auch noch entsprechende Einstellungen in den iOS- und Android-Versionen der Instagram-App angekündigt. Zum Download selbst wird man aber am Ende immer ein Desktop-Device benötigen, da ein entsprechendes Archiv auf dem Handy nur wenig Sinn hat und ggf. schlicht zu groß ist.

Gleiche und ähnliche Funktionalitäten gibt, wie gesagt, auch bei anderen Plattformen. Hier kann jeder seine persönlichen Daten sichern (jedoch nur das, ein Backup ist das nicht, da das erneute Hochladen nicht möglich ist):


Sie erhalten darin regelmäßige Updates aus dem Bereich Social Media und Content Marketing sowie gelegentlich Angebote unserer Leistungen – für mehr Erfolg im Social Web!


Sie erhalten eine E-Mail mit einem Link, den Sie zur Bestätigung klicken müssen (gesetzlich vorgeschriebenes Double-Opt-in-Verfahren). Bitte checken Sie Ihren E-Mail-Eingang und eventuell auch Ihren Spam-Ordner. In der Datenschutzerklärung finden Sie unter Punkt 7 alle Informationen nach Art. 13 DSGVO. Wir bitten um Beachtung!

 

Tom Ruthemann ist ein erfahrener Web- und Werbe-Texter aus Hannover. Er schreibt stets ganz zielgruppengerecht und findet »… immer die richtigen Worte«. Mit seinem Unternehmen »TMR« Text + News-Service betreut er etliche kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing.

//Buffer Chat