Im Web und in Social-Media dauern ja die Jahre nur drei Monate, dann ist alles wieder anders. Manchmal geht es auch von einem Tag auf den anderen. Das „Opfer“ der neusten Entwicklung bei WhatsApp wurde Gero Pflüger beim Versand seines Newsletters. Kaum verlinkt er auf „Deutsche Sneaker-Affiliates erreichen hunderttausende Nutzer über Whatsapp“, schon ist es Schnee von Gestern. Denn ab Dezember 2019 sind solche „Newsletter“ schlicht verboten.

Die Facebook-Tochterfirma greift tatsächlich hart durch: Viele Medien, darunter auch deutsche Vermarkter, bieten ergänzend zum Newsletter-Versand auch sogenannte „WhatsApp-Newsletter“ an. Bislang bewegte man sich damit rechtlich in einer Grauzone. Damit soll Schluss sein. Schlechte Nachrichten also für alle Marketer, für Unternehmen und Medien, die auf Whatsapp-Newsletter als Push-Kanal für ihre Firmenbotschaften, Angebots-Promotion oder für Nachrichten gesetzt haben. Ab 7. Dezember soll dies untersagt sein, teilte die Muttergesellschaft Facebook mit.

Gero hat zwar das Marketing-Beispiel mit dem erfolgreichen Sneaker-Startup in seinem Newsletter gebracht, ist sich aber eigentlich schon lange um die Probleme bewusst: „Nicht nur WhatsApp-Newsletter, sondern der Einsatz von WhatsApp per se ist für die meisten europäischen Unternehmen ein juristisches Pulverfass. Es ist nämlich gar nicht so einfach, WhatsApp datenschutzkonform und damit legal einzusetzen. Insofern finde ich es gut, dass die Facebook-Tochter selbst jetzt den Stecker zieht und Unternehmen den Reiz nimmt, die für private Kommunikation zwischen Menschen konzipierte Plattform für ihre Werbung zu missbrauchen. Für individuelle Kundenkommunikation gibt es WhatsApp-Business, und für den Newsletter-Versand im Facebook-Universum schon seit 2016 eindeutig eine andere Plattform: den Facebook-Messenger.“

Wir ernst es der Facebook-Tochter ist, wird in einem Statement deutlich: „WhatsApp ab dem 7. Dezember 2019 rechtliche Schritte gegen diejenigen einleiten, von denen wir feststellen, dass sie an einem Missbrauch beteiligt sind oder andere dabei unterstützen, der gegen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstößt, wie z.B. automatisierte oder Massennachrichten oder nicht persönliche Nutzung, selbst wenn diese Bestimmung auf Informationen basiert, die uns ausschließlich von unserer Plattform aus zugänglich sind.“

Unter die Neuregelung fallen übrigens auch Drittanbieter, über deren Software Marketer derzeit den WhatsApp-Newsletterversand organisieren. Zum Erfolg oder Misserfolg gibt es jedoch derzeit wenig belastbare Zahlen. Aktuelle Studien behaupten, dass über die Hälfte der Deutschen eigentlich keine Lust auf Newsletter im Messenger haben.

Wer aber Genaueres über die zukünftige Nutzung erfahren, dem hilft ein FAQ von WhatsApp, bei dem ziemlich klar wird, dass ein solcher „Push“-Dienst (ja auch gerne zu Wahlen benutzt) demnächst ein echtes No-No darstellt.


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