Wenn es um Business-Netzwerke in Deutschland geht, ist XING sicher immer noch der Platzhirsch. Wer mit dieser Plattform aktiv arbeitet, erzielt nachwievor Ergebnisse. Doch die Amerikaner von LinkedIn sind seit längerer Zeit deutlich dabei aufzuholen. Und klar ist auch: Wer im globalen oder auch europäischen Geschäft unterwegs ist, kommt an dem blauen Business-Netzwerk nicht vorbei. Jetzt versuchen sie weiter zu punkten und ändern den Algorithums für ihre Timeline. Ähnlich wie Facebook setzt das Portal zukünftig weniger auf virale Inhalte und will mehr „meaningful“ Content im Umfeld der Mitglieder platzieren.

Der Vergleich mit Facebook ist schon witzig, erinnert einen LinkedIn tatsächlich manchmal an den blauen Zuckerberg-Riesen. Interessanterweise setzt LinkedIn im Gegensatz zu FB vor allem auf deutliche Transparenz: Auf dem eigenen Engineering-Blog erklärt das Unternehmen überraschend detailliert, wie sich der Feed zusammensetzt und warum ausgerechnet die Inhalte so erscheinen, wie sie erscheinen. Das hilft natürlich Anwendern und Marketern und ist daher durchaus vorbildlich.

Vor allem Journalisten, Marketern und Managern will das Netzwerk dazu motivieren, mehr Inhalte zu teilen. Das interessante Kriterium für den Erfolg: Entgegen vieler Vermutungen spielt die Art des Beitrages keine Rolle. Der Algorithmus bevorzugt laut LinkedIn weder Bilder noch Videos. Stattdessen geht es vor allem um Interaktion. Je mehr Nutzer bereit sind, mit einem Beitrag zu interagieren, desto höher wird dieser im Feed gelistet. Sie sind dabei auch ganz klar – der wichtigste Tipp lautet: „Sei authentisch! Es geht niemals darum, den LinkedIn-Algorithmus auszutricksen. Die oben genannten Punkte helfen dir lediglich dabei, bessere Inhalte zu schaffen. Im Mittelpunkt stehst noch immer du mit deinen Aussagen und Inhalten.“

Ein weiterer guter Tipp kommt von Meedia zu dieser Algorithmus-Änderung: „Postet ein User beispielsweise einen Link, empfiehlt LinkedIn, dazu eine Meinung zu äußern. Das führt dazu, dass andere User in die Diskussion einsteigen. Darüber hinaus kann es sich lohnen, andere Nutzer über Erwähnungen (mithilfe des “@”-Zeichens) in eine Konversation zu holen. Maximal sollte man jedoch nur fünf Leute erwähnen. Wer auf Kommentare unter seinem Post antwortet, steigert die Interaktionen zusätzlich. Gute Nachricht für Experten: Der Algorithmus bevorzugt Nischenthemen. Statt etwa allgemein den Hashtag “#management” zu setzen, sollten Nutzer ihren Text genauer beschrieben, etwa mit “#performancemanagement”. Zugleich empfiehlt LinkedIn, nicht mehr als drei Hashtags zu verwenden. Die Länge eines Textes in dem Post spielt hingegen keine Rolle.“

Das mehr als offensichtliche Fazit: Auch bei den Amerikanern steht gutes Content-Marketing jetzt im Mittelpunkt. Zweifellos ein Vorteil für die Nutzer. Ob das in D-A-CH jedoch zu erhöhten Nutzungszahlen führt, wird man allerdings erst noch sehen müssen.


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