Natürlich ist die Marke kein unmittelbarer Ranking-Faktor für Google – aber dennoch indirekt extrem wichtig für die Positionierung auf den Suchergebnisseiten, den SERPs. So erzeugt eine starke Marke deutlich mehr Links, da sie auch im digitalen Raum einfach präsenter ist. Der Name (als eben bekannt beim Nutzer) wird öfter als Suchanfrage eingegeben und ggf. in Keyword-Kombinationen genutzt. Sucht man nach Papiertaschentüchern, sucht man vermutlich zunächst durchaus nach „Tempo“. Kurz und knapp: Brand-Marketing ist ein indirektes Ranking-Element, das über die verschiedenen Social-Media reichlich Touchpoints bietet. Und damit ein Invest lohnt.

Und noch etwas: Eine aktuelle Eye-Tracking-Studie enthüllt, dass durchschnittlich 82 Prozent bei Google auf bereits bekannte Marken klicken. Branding leistet also ganz klar wertvolle Vorarbeit. Generell bekommen bekannte Brands mehr Traffic aus diversen Quellen und die Click-Through-Rate (CTR) ist besser. Das wiederum ist ein positives Signal für Google – ein Kreislauf entsteht. Die CTR ist bei speziellen Suchanfragen sogar dann höher, wenn das Ergebnis nicht auf den ersten Rängen gelistet ist. Brand-Marketing und das Erzeugen von einzelnen Touchpoints im gesamten Marketing-Kanon ist also eine sinnige Maßnahme, auch wenn ein ROI weit entfernt scheint. In sozialen Medien wie XING, LinkedIn, Facebook oder Twitter, auf Videokanälen wie YouTube oder Vimeo, in Bilderdiensten wie Instagram oder Pinterest, aber selbstverständlich auch über organische Suchen zu Nischenthemen in Blogs und auch noch immer ungewöhnlichere Maßnahmen wie Podcasts – überall lohnt es die Marke wirken zu lassen.

Die Studie, genannt „Secret Life of Search“, nutzte die Eyetracking-Technologie, um neue Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Sucher mit dem Google SERP interagieren, sowie andere relevante Funktionen wie Google Images, Google Shopping und Google Maps bei der Durchführung von Shopping-bezogenen Suchen. Besonders spannend sind die unterschiedlichen demografischen Ergebnisse: Die jüngeren Teilnehmer vor der Familiengründung würden am ehesten eine bekannte Marke in ihrer Suche wählten, 91% machten ihren ersten Klick auf eine bekannte, vertrauenswürdige Marke. Die Befragten mit Familien befanden sich in der Mitte, 84% entschieden sich für einen Klick auf eine Marke, die ihnen bekannt war. Und die Befragten nach der Familie-Phase  waren am offensten für den Kauf von unbekannten Marken, 67% wählten eine Marke, die sie aus den Suchergebnissen kannten.

Wenn eine Suche dazu führte, dass die Teilnehmer auf eine hochrangige Marke klickten, so lag es oft an der hohen Autorität und dem Vertrauen gegenüber dieser Marke, was sich wiederum in einer starken Suchpräsenz ausdrückt. Der Versuch beweist also ganz klar, dass der Trust – das Vertrauen, das eine Marke aufbaut – beim Suchmaschinenmarketing eine immense Bedeutung hat. Eine Seite kann technisch noch so sauber aufbereitet sein oder schönen Content anbieten (was auf jeden Fall Vorbedingung ist) – eine starke Marke bekommt trotzdem oft den Zuschlag. Brand-Marketing ist kein nettes Plus, sondern wesentlich für das End-Ergebnis.


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Tom Ruthemann ist ein erfahrener Web- und Werbe-Texter aus Hannover. Er schreibt stets ganz zielgruppengerecht und findet »… immer die richtigen Worte«. Mit seinem Unternehmen »TMR« Text + News-Service betreut er etliche kleine und mittelständische Unternehmen im digitalen Marketing.

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