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Vor einiger Zeit verrieten wir Ihnen, was Instagram eigentlich ist. Seitdem ist einiges passiert. Instagram wächst und wächst, jeden Tag. Während aus Sicht mittelständischer Unternehmen Instagram in Deutschland noch nicht richtig angekommen ist, läuft das Fass in den USA fast über. So ruhig wird es also nicht immer bleiben! Lesen Sie hier zehn Gründe, warum Ihr Unternehmen Instagram unbedingt nutzen sollte!

Wieso Unternehmen Instagram nutzen sollten

1. Einer der meist genutzten Kommunikationskanäle

Soziale Netzwerke sind einfach nicht mehr wegzudenken. Erst recht nicht, wenn es um die Unternehmenskommunikation geht. Das geht an vielen Orten wie Facebook, Twitter, Pinterest & Co. Doch gerade auf Instagram wächst die aktive Nutzerzahl laut dem PewResearchCenter immer weiter an. Dort können Sie den Zuwachs im Vergleich von 2012 bis 2014 sehen. Laut Statista zählt das Foto- und Video-Sharing-Tool monatlich 300 Millionen aktive Nutzer. Damit hat Instagram nun Twitter hinter sich gelassen und liegt auf Platz 4 hinter Facebook, YouTube und WhatsApp.

Infografik: Instagramm zieht an Twitter vorbei | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Update 30. Juni 2016: Instagram wächst immer weiter – laut Statista zählt das soziale Netzwerk im September 2015 400 Millionen Nutzer weltweit – ein Anstieg von 100 Millionen Nutzern im Vergleich zu 2014. Mittlerweile gibt es auch Zahlen für Deutschland: 9 Millionen Nutzer(!) im Januar 2016.

2. Instagram als Werbekanal

Instagram ist ein wirklich gut geeignetes Marketing-Tool zum Werben. Worte sagen viel, aber Bilder sagen mehr. Und genau da liegt die Stärke des Kommunikationsriesen! Das Augentier Mensch nimmt wahr, kommt ins Staunen und wird im besten Fall Ihr neuer Kunde. Damit das geschieht, müssen Sie etwas bieten. Die Drogeriekette Rossmann zeigt, wie Produktpräsentation gehen kann. Wie bei eigentlich allen sozialen Netzwerken gilt auch bei Instagram: Kontinuität ist das A und O! Falls Sie konkreter zum Werben mit Instagram nachlesen möchten, können Sie das hier machen.

3. Authentizität

Emotionen und Storytelling sind die Zauberworte. Wenn auch Ihr Unternehmen Instagram in erster Linie zu Werbezwecken nutzen will, sollten Sie immer im Hinterkopf behalten: Instagram ist kein PR-Channel! Niemand abonniert Sie, wenn Sie bloß platte Werbung für Ihre Produkte machen! Seien Sie fantasievoll: Zum Beispiel können Sie von Ihrem Messestand aus Bilder posten und alle Teilnehmenden aus Ihrer Belegschaft verlinken – und Ihre Messestandbesucher. Haben Sie einen Neuzugang unter den Mitarbeitern? Auch sowas passt auf Ihren Unternehmensaccount. Und natürlich müssen Worte das Bild unterstützen. Jedes Bild hat eine kleine, ganz eigene Geschichte. Und genau an dieser Stelle schaffen Sie einen Grund, Sie zu abonnieren. Ein positives Beispiel ist der Instagram-Account der Bundeswehr.

4. Visuelle Kommunikation im höchsten Maß

Wie Sie vielleicht schon mitbekommen haben: Auf Instagram kann man nicht nur Fotos, sondern auch kurze Videos posten. Und da sind wir auch schon wieder beim Menschen, dem Augentier. Was wir sehen, behalten wir länger im Gedächtnis. Und das, was uns bewegt, erstaunt und anregt, sowieso. Deshalb ist Instagram ein hervorragendes Instrument, um all Ihre visuellen Inhalte in Szene zu setzen. Übrigens: Wenn Sie dafür sorgen, dass Ihr Unternehmenslogo wie zufällig auf dem Bild zu sehen ist, sorgt das im besten Fall für zusätzlichen Traffic auf Ihrer Website. Es gibt durchaus Fans, die Inhalte »reposten«. Das heißt, dass Sie einen Screenshot machen und den auf ihren eigenen Account hochladen. Die verlinken zwar gerne mit der @-Methode, aber das Unternehmenslogo auf dem »gereposteten« Bild sorgt für das »Branding«. Es »brennt« sich bei den Usern ein. Je öfter Nutzer Ihr Logo sehen, desto mehr brennt es sich ins Gedächtnis. Der Wiedererkennungswort Ihres Unternehmens steigt.

5. Instagram-Feed wird nicht gefiltert

Anders als auf Facebook werden die Inhalte auf Instagram nicht gefiltert. Ein großer Pluspunkt! Ihren Kunden werden so nämlich nicht nur nach deren Interessen Bilder im Feed angezeigt.Es wird in Echtzeit alles in den Feed gespült, was auch gepostet wird. Ohne Wenn und Aber! Das ist gegenüber Facebook ein großer Vorteil. Andererseits müssen Sie mit Ihren Unternehmensinhalten noch mehr glänzen, um nicht in der großen Masse hervorragender Bilder unterzugehen.

Update 30. Juni 2016: Mittlerweile ist die Chronologie auf Instagram abgeschafft – auch Instagram hat den Algorithmus eingeführt. Welche Auswirkungen der Algorithmus auf die Reichweite und Interaktionsrate haben, ist im Moment noch ungewiss.

6. Kundenbindung

Egal ob Reposts, Gewinnspiele oder Wettbewerbe: Instagram ist ein wertvolles Instrument der Kundenbindung. Wussten Sie eigentlich, dass Sie einem User direkt in den Kommentaren antworten können? Es bedarf lediglich eines Wischs auf dem Kommenar nach links, ein Tippen auf den Pfeil und schon erscheint @Beispiel. Also eine hervorragende Möglichkeit, direkt auf Fragen, Anregungen und Wünsche einzugehen.

7. Ihre Konkurrenz als Chance

Wie oben schon erwähnt: Gegenüber den USA nutzen in Deutschland nur relativ wenige Unternehmen Instagram. Aber dennoch ist Ihre Konkurrenz oftmals bereits da! Und genau die können Sie als Chance der Kundengewinnung sehen. Bei Ihren Wettbewerbern tummelt sich nämlich auch Ihre Zielgruppe. Drücken Sie daher ruhig mal bei der Konkurrenz oder deren Fans auf das »Herzchen«. Somit interagieren Sie mit Ihrer Konkurrenz. Das macht nicht nur Eindruck bei ihnen, sondern auch bei Ihren Followern. Und wer sympathisch ist, dem wird auch gerne gefolgt.

8. Interaktivität durch Hashtags

Der Hashtag ist eine Erfindung von Twitter, die so genial ist, dass sie alle kopieren. Darum gibt es Hashtags auch bei Facebook, Google+ und – genau: Instagram. Vielleicht haben Sie unseren Artikel Wie kann mein Unternehmen Instagram nutzen gelesen und sich unser Beispiel des etablierten Hashtags #WinYourWurstpaket näher gebracht. Einerseits können Sie selber Hashtags etablieren und so ein eigenes Fotoarchiv erstellen. Andererseits sind die gesetzten Tags eine Weiterleitung zu einer Art »Sammelstelle«, an der Sie alle hochgeladenen Inhalte sehen, die mit diesem Begriff »gehashtaggt« wurden. Als kleine Hilfe zu Ihrer eigenen Auswahl: Es muss nicht immer direkt mit dem eigentlichen Inhalt des Bildes zu tun haben, dennoch im weitesten Sinne. Bis zu 30 Hashtags können Sie setzen. Ich selbst speichere diese als Notizen auf dem Smartphone und kopiere sie mir dann, um nicht jedes Mal neu tippen zu müssen.

9. Strategische Kommunikation via Direktnachricht

Hier schlummert ein hohes Potenzial. Sie können gleichzeitig bis zu 15 ausgewählten Personen (ganz gleich ob Follower oder nicht) exklusiven Content anbieten. Aber natürlich nur, wenn das relevant ist.

Ich selbst hatte letztens folgendes Erlebnis: Ich bin Sneaker-süchtig, Sie wissen schon: Schuhe. Darum folge ich zahlreichen Sneaker-Accounts auf Instagram. Auch einem »Reseller«. Ein »Reseller« ist jemand, der am Erscheinungstag ausgewählter Sneakers den Markt leerkauft, um sie dann denjenigen, die nicht schnell genug waren, für einen deutlich höheren Preis anzubieten. Also kurz: Ein Raubtierkapitalist in ganz klein. Die Sneaker-Szene ist ziemlich verseucht damit.

Ich hatte es speziell auf einen bestimmten Sneaker abgesehen, dennoch verlangte er einfach zu viel Geld. Derjenige hinter dem Account hatte aber gute Arbeit geleistet, denn er sah, dass ich bei mehreren Bildern mit genau diesem Schuh auf »Gefällt mir« gedrückt hatte. Und dann kam auch schon eine Direktnachricht mit einem exklusiven Angebot. Der Preis lag deutlich unter dem, den er in der Beschreibung des öffentlichen Bildes angegeben hatte. Ich werde diesen Account nicht mehr vergessen, aber natürlich im positiven Sinne.


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Jetzt stellen Sie sich vor, wie Sie die Funktion für Ihr Unternehmen nutzen können: Besonderen Kunden – oder besonderen potenziellen Kunden – können Sie auf diese Art und Weise ein besonderes Angebot unterbreiten. Trotzdem: Das sollte wirklich gut durchdacht sein. Sie könnten damit nämlich auch Gefahr laufen, als »Spammer« abgestempelt und dem Netzwerk gemeldet zu werden. Deshalb: Richtig nutzen oder lieber gar nicht.

10. Hoher Streufaktor

Manche Bilder, die Sie auf Instagram hochladen, können Sie auch in Ihrer Facebook-Chronik, auf Ihrem Tumblr-Blog, auf Flickr oder Ihrem Twitter-Account teilen. Alles kein Problem. Entweder können Sie das noch während des Hochladens oder zu einem späteren Zeitpunk direkt aus der App heraus erledigen. Das ist gerade hilfreich, wenn man für jedes Netzwerk andere Beschreibungen wählen möchte.

Screenshot aus dem März 2015: Wie Unternehmen Instagram nutzen können, indem sie Inhalte teilen

Teilen-Funktion auf Instagram

Mittlerweile gibt es sogar Instagram-Plugins für Ihre Webseite, auf der dann ein »Sneak Peek«, also eine kurze Vorschau gewährt wird. Dazu müssen Sie Ihre Webseite allerdings über WordPress betreiben. Das hat den Vorteil, dass Ihre Fans auf Facebook sehen, dass es einen Account auf Instagram Ihres Unternehmens gibt und andersrum genauso. Kurz: Je mehr Sie Inhalte in andere soziale Netzwerke streuen, desto mehr Reichweite hat der geteilte Beitrag.

Nutzt Ihr Unternehmen Instagram bereits?

Wenn Sie bis hierhin gelesen haben, scheinen Sie ein großes Interesse daran zu haben, mit Ihrem Unternehmen Instagram zu nutzen. Ich hoffe, dass ich Ihnen habe Anregungen geben können. Wenn Sie gerne mit Instagram starten möchten, bieten wir Ihnen einen Workshop an, in dem wir Ihnen die Smartphone-App und ihre Funktionsweise erläutern, so dass Sie das beste Ergebnis für sich herausholen. Ergänzend dazu entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen Ihre individuelle Instagram-Strategie für Ihren Betrieb – und für die ersten generellen Tipps und Hinweise kann in vielen Fällen schon eine kostengünstige telefonische Beratung ausreichend sein. Sprechen Sie uns einfach an.

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